Leib-Seele-Verhältnis

  • Andreas von Heydwolff

Zusammenfassung

In der → Analytischen Psychologie mit der → Seele als Grundmetapher gelten alle Ideen über die Beziehungen zwischen Leib und Seele als psychologisch wahr. Weder jenem noch dieser wird ein Primat dogmatisch zugesprochen. C.G. Jung vertrat die Ansicht, daß die Psyche und ihre Inhalte die einzige uns unmittelbar gegebene Wirklichkeit darstellen. Insofern ist auch der Leib ein psychischer Inhalt (→ Ich). Dessen Bedeutungsfeld hat seit der Antike einschneidende Veränderungen durchgemacht (Giegerich, 1983). Ist dem Leib alle Symbolik (→ Symbol) und Metaphorik (→ Metapher) entzogen, bleibt von ihm die zeitgemäß materialistische, medizinisch-technologische Auffassung übrig und nur mehr die physische Wirklichkeit zählt.

Literatur

  1. Giegerich W (1983) Die Bedeutung des Körpers in Psychologie und Psychotherapie. Analytische Psychologie 14(4): 264–284Google Scholar
  2. Schwartz-Salant N (1982) Narcissism and character transformation. Toronto, Inner City Books [Kapitel: „Modes of relating: the somatic and psychic unconscious“, pp 113–132]Google Scholar
  3. Ziegler AJ (1981) Die goldenen Fallen. Das Leben in einer wissenschaftlichen und einer archetypischen Medizin. Eranos Jahrbuch 49: 323–356Google Scholar

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© Springer-Verlag/Wien 2000

Authors and Affiliations

  • Andreas von Heydwolff

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