Kraftfeldanalyse

  • Hans-Jürgen Walter

Zusammenfassung

Zentraler Begriff in der → Gestalttheoretischen Psychotherapie. Sowohl Lewins Auffassungen vom Wirken unterschiedlicher Kraftfelder im psychischen Gesamtfeld als auch Köhlers Isomorphie-These (wonach, was psychisch geschieht, hirnphysiologisch seine strukturelle Entsprechung hat; vgl. Köhler, 1975: 177), waren schon für Perls bedeutsam (→ Feld, psychologisches). Die Isomorphie-These, wie sie in den psychiatrisch-neurologischen Untersuchungen von Perls’ Lehrer Goldstein (vgl. 1934, Nachdruck 1963) an hirnverletzten Soldaten des 1. Weltkrieges gestützt wird, bestärkte Perls darin, Psychotherapie als psychosomatischen Ansatz zu verstehen d. h. konkret: körperliche Reaktionen des Klienten als Ausdruck psychischer Vorgänge aufzufassen und z. B. mit Hilfe der Aufforderung, sie „sprechen zu lassen“ (vgl. → leerer Stuhl; → heißer Stuhl), für die Analyse der psychischen Kräfteverhältnisse zu nutzen.

Literatur

  1. Goldstein K [1934] (1963) Der Aufbau des Organismus. Den Haag, Martinus NijhoffGoogle Scholar
  2. Köhler W [1947] (1975) Gestalt Psychology. New York, LiverightGoogle Scholar
  3. Lewin K (1963) Feldtheorie in den Sozialwissenschaften. Bern, Hans HuberGoogle Scholar

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© Springer-Verlag/Wien 2000

Authors and Affiliations

  • Hans-Jürgen Walter

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