Zusammenfassung
Die Verbindung von Stadterneuerung und künstlerischen Interventionen im Stadtraum steht aktuell hoch im Kurs — sowohl bei Stadtverwaltungen als auch bei privaten InvestorInnen: Leerstehende Immobilien werden temporär bespielt, BewohnerInnen zur Mitgestaltung eingeladen, Festivals machen den Stadtraum zum Erlebnisraum. Kunst-im-öffentlichen-Raum wird zu einem wichtigen Medium im Konglomerat der Inszenierungen von Stadt. Das steht in Zusammenhang mit dem Befund, dass Städte zusehends wie Ausstellungen funktionieren. Ähnlich wie im Museum hat sich dabei der Ausstellungsbegriff von einem frontalen, objektzentrierten zu einem interaktiven, erlebnisorientierten gewandelt. Kurzweilige, öffentlichkeitswirksame Aktionen mischen sich mit langwierigen Planungsprozessen. Diese Entwicklung begann in Wien bereits in den 1960er Jahren mit zwei sehr unterschiedlichen Reaktionen auf die damals diagnostizierte „Unwirtlichkeit unserer Städte“.
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Literatur
- 1.Aufbauend auf einem zweijährigem Forschungsprojekt und der Ausstellung Wann begann temporär? im kunsthaus muerz 2008.Google Scholar