Undiszipliniert Undisciplined pp 134-143 | Cite as
Interdisziplinarität Zwischen Abgrenzung und Auflösung — ein dilemma
Auszug
Interdisziplinäres Arbeiten beruht in den meisten Fällen auf einem Irrtum, der auf wechselseitigen Projektionen und einer fantasiegesteuerten Annahme von Interessen bei den jeweiligen Partnern basiert, was wiederum — mangels rechtzeitiger Überprüfung — nicht selten zu Fehleinschätzungen und in Folge zur Ernüchterung führt. An einem solchen interdisziplinären Projekt war ich selbst beteiligt. Aus heutiger Perspektive würde ich Schrumpfende Städte — eine mehr als dreijährige Kooperation zwischen dem Bauhaus in Dessau, der Architekturzeitschrift Arch + und der Galerie für Zeitgenössische Kunst1 — im Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Disziplinen als gescheitert beurteilen.2 Doch zeigt eine Reihe von Projekten, dass eine interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht zwangsläufig scheitern muss.
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- 3.Th._J. Klein, Interdisciplinarity. History, Theory and Practise, Detroit 1990, S. 196.Google Scholar
- 2a.The project was considered a thorough success in terms of its reception. The exhibitions (Part 1 and 2) are still being shown with varying contents at various nternational venues and are still maintained by the Philipp Oswalt, Berlin project office. The focus is on countries facing massive urban shrinking processes. See: www.shrinkingcities.com/ausstellungenGoogle Scholar
- 3a.Th. J. Klein, Interdisciplinarity. History, Theory and Practise, Detroit 1990, p. 196.Google Scholar
- 4a.H. Lenk, „Interdisziplinarität und die Rolle der Philosophie“, in: Zeitschrift für Didaktik der Philosophie 2, 1980, 10–19, S. 10.Google Scholar
- 5.Projektflyer, Phase 2, Berlin 2005.Google Scholar
- 8.So schreibt etwa Michael Zinganel, einer der am Projekt Beteiligten: „[...] würde ich aber die tendenziell bestehende Dichotomie zwischen extremen makro-und mikropolitischem Blick völlig auf die Spitze treiben und als Qualität des Projektes ausweisen: räumlich gedacht als Spielfeld, wo sich von einer Seite die Mikros und von der anderen die Makros der zu erobernden Mitte anzunähern versuchen, einige werden über die Mikro-oder Makrogrundlinie nicht hinauskommen, manche werdenGoogle Scholar
- 4a.H. Lenk, „Interdisziplinarität und die Rolle der Philosophie“, in: Zeitschrift für Didaktik der Philosophie 2, 1980, 10–19, p. 10.Google Scholar
- 5a.Project flyer, Phase 2, Berlin 2005.Google Scholar
- 11.Markus Dreßen, Interview anlässlich seiner Einzelausstellung in der GfZK, Feb. 2008 (unveröffentlicht). consider it an insight gained, as long as the qualities of one approach and the other in terms of this project can be presented self-ref lexively.” In: Mein Resümee, (My Conclusion) Letter to the curators after the Berlin Workshop, 2004 (unpublished).Google Scholar
- 11.Markus Dreßen, Interview on occasion of a GfZK exhibition, Feb. 2008 (unpublished).Google Scholar
- 12.Herbert Schnädelbach, “Interdisciplinarity-The Methodological Problem”, in: Edwards, E.G./ Fischer-Appelt, P. (Ed.), Interdisciplinarity. The relation between objective knowlegde, moral purpose and social practice, Bulletin of the Inter-university Centre of Postgraduate Studies [IUC] Dubrovnik, vol. 2, Hamburg 1984, S. 66.Google Scholar
- 12.Schnäd elbach, Herbert, Interdisciplinarity — The Methodological Problem, in: Edwards, E.G./ Fischer-Appelt, P. (Ed.), Interdisciplinarity. The relation between objective knowledge, moral purpose and social practice, Bulletin of the Inter-University Centre of Postgraduate Studies [IUC] Dubrovnik, vol. 2, Hamburg 1984, p. 66.Google Scholar