Zufall, die Immer Gegenwärtige Konkurrenzvermutung

  • Georg Pólya
Part of the Wissenschaft und Kultur book series (WK, volume 15)

Zusammenfassung

Die Alltagssprache benützt die Wörter «wahrscheinlich», «plausibel», «glaubwürdig» in Bedeutungen, die nicht scharf unterschieden sind. Wir zeichnen jetzt das Wort «wahrscheinlich» aus und werden dieses Wort in einer spezifischen Bedeutung gebrauchen lernen, als Fachausdruck in einem Zweig der Wissenschaft, der die « Wahrsche chkeitslehre »» heißt 2).

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Referenzen

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    Abhandlungen der k. Akademie der Wissenschaften,Berlin, 1861, S. 79.Google Scholar
  2. 2).
    In dem Vorangehenden sind die Wörter «« wahrscheinlich » und «Wahrscheinl ichkeit» oft in einem nichtteclhnischen Sinn gebraucht worden ; dies wird in dem gegenwärtigen und dem nächsten Kapitel sorgfältig vermieden werden. In diesem Kapitel wird später ein weiterer Fachausdruck eingeführt werden, nämlich «Likelihood ».Google Scholar
  3. 3).
    In diesem wesentlichen und in verschiedenen anderen Pun kten schließt sich die gegenwärtige Darstellung den Ansichten Richard Von Mises’ an, obgleich sie von seiner Definition mathematischer Wahrscheinlichkeit abw eicht ; vgl. sein Buch Wahrscheinlichkeit, Statistik und Wahrheit,Wien 1928.Google Scholar
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    Das Experiment stammt von Correns ; siehe W. Johannsen, Elemente der exakten Erblichkeitslehre,Jena, 1909, S. 371.Google Scholar
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    Das Wörtchen « oder » hat zwei Bedeutungen, die weder in der deutschen noch in den anderen modernen europäischen Sprachen genügend auseinandergehalten werden. Im Lateinischen ist dies jedoch der Fall. Wir können «« oder »» im «exklusiven» oder im «inklusiven» Sinn gebrauchen. «Du kannst an den Strand oder ins Kino gehen» (nicht an beide Orte) benützt das exklusive «oder» («aut» im Lateinischen). «Du kannst am Strand sitzen oder ein Buch lesen» benützt das inklusive «oder», wenn gemeint ist « das eine oder das andere oder beides » (« vel »» im Lateinischen). In englischen Urkunden wird das inklusive « oder » häufig durch «and/or» wiedergegeben. Im Deutschen wird die exklusive Bedeutung von «« oder » durch «entweder — oder» betont. In W A oder B meinen wir das inklusive «« oder ».Google Scholar

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© Springer Basel AG 1975

Authors and Affiliations

  • Georg Pólya

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