Die Embryonalen und Postembryonalen Geschehnisse
Zusammenfassung
Für eine vergleichende Betrachtung der die embryonale und postembryonale Entwicklung begleitenden Geschehnisse kommen nahezu ausschließlich die Insekten in Frage, da alle anderen bis heute bekannten Symbiontenträger entsprechend ihrer abweichenden Organisation kaum Vergleichspunkte liefern. Wo immer die Symbionten bereits vor Beginn der Entwicklung im Ei vorhanden sind oder wenigstens auf frühen Stadien derselben übertreten, stellt man ein Bestreben des Wirtsorganismus fest, diese baldigst mit Kernen zu versorgen und in Zellen oder Syncytien aufzunehmen. Dabei handelt es sich jedoch keineswegs stets um Vorgänge, welche zielstrebig zur Entwicklung der endgültigen Wohnstätten führen; in vielen Fällen ist vielmehr diese Unterbringung eine provisorische und läßt mit aller Deutlichkeit erkennen, daß es den Wirten dabei in erster Linie auf Abriegelung und Manövrierfähigkeit seiner Gäste ankommt. Schon die membranartigen Plasmaverdichtungen, welche sich dort, wo in den Ovocyten scharf umschriebene Symbiontenballen gebildet werden, um diese legen, deuten ja in diese Richtung; denn sie können beträchtliche Festigkeit erreichen, und als man sie bei Zikaden isolierte, bedurfte es nicht geringen Druckes, um sie unter dem Deckgläschen zum Platzen zu bringen.
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