Allgemeine Spurensicherung und Indizienketten

  • Colin Evans

Zusammenfassung

„Jede Berührung hinterläßt eine Spur.“ Dieser Ausspruch des französischen Kriminalwissenschaftlers Dr. Edmond Locard aus dem Jahre 1910 sollte zum Fundament der modernen forensischen Wissenschaft werden. Bei jedem Verbrechen kommt es zwischen Täter und Opfer beziehungsweise zwischen Täter und Tatort zu einem physischen „Kontakt”. Der Täter läßt mit anderen Worten jedesmal etwas zurück oder nimmt etwas mit, und manchmal ist auch beides der Fall. Mit Sicherheit hinterläßt er also Spuren. Bei diesen Spuren kann es sich beispielsweise um ein paar Haare, einen Faden, Hautfetzen, einen Knopf, abgebrannte Streichhölzer, einige Krümel Erde oder Streusalz und um viele — meist unscheinbare — Dinge mehr handeln. Alle Spuren — oder Indizien — sind für die Tätigkeit eines Ermittlers von immenser Bedeutung, denn geht eine Spur erst einmal verloren, ist es meist unmöglich, sie wiederzufinden. Weil aber Spuren am Tatort in der Regel eher unauffällig sind, werden sie leicht übersehen. Nur eine äußerst sorgfältige Spurensicherung kann garantieren, daß auch wirklich alle Spuren sichergestellt werden. Und im Zweifelsfall müssen die Ermittler den Tatort auch einmal bis in den letzten Winkel sorgfältig absaugen. Alle sichergestellten Indizien werden eingetütet, gegebenenfalls eingeschweißt, beschriftet und zur weiteren Untersuchung ins Labor gebracht.

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© Springer Basel AG 1998

Authors and Affiliations

  • Colin Evans

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