Altlastensanierung ’90 pp 1425-1428 | Cite as
Verhaltensprüfung von Verfestigten und Stabilisierten Abfallmaterialien zur Umweltbewertung und Gütekontrolle
Zusammenfassung
Für Abfallmaterialien, die nicht nutzbringend angewendet werden können und deren Mengen und Eigenschaften sich nicht wesentlich durch Wiederverarbeitung und/oder Verfahrensmodifikation abändern lassen, ist die Deponierung oft die letztmögliche Alternative. Weil die Auslaugbarkeit dieser Materialien derart ist, daß ihre Benutzung verboten ist, ist oft eine Behandlung solcher Materialien vor dem Deponieren erforderlich. Verfestigungs- und Stabilisierungsverfahren werden weitgehend als eine Möglichkeit zur Verminderung der Unweitauswirkungen betrachtet. Die Umweltindustrie hat rasch auf diesen Marktbedarf reagiert. Es fehlt jedoch noch an geeigneten Testmethoden und Kriterien für das Verhalten der verfestigten und stabilisierten Materialien. Für die Deponierung ist eine gute Beurteilung des langfristigen Verhaltens notwendig. Die nach gegenwärtig gültigen Regelungen erforderlichen Tests auf Grundlage einmaliger Extraktion des zerkleinerten Produkts sind für diesen Zweck nicht geeignet [1]. Ein gründlicheres Verständnis der beteiligten Mechanismen und Vorgänge ist notwendig, um Voraussagen über das langfristige Verhalten machen und die Testergebnise zur Abänderung des Mischungsansatzes benutzen zu können, und um schließlich Mischungsansätzenen für gut charakterisierte Abfallströme ihre Qualität bescheinigen zu können.
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Bibliographie
- 1).H.A. van der Sloot. Auslaugverhalten von Abfallstoffen und stabilisierten Abfallstoffen; Charakterisierung für die Umweltbewertung. Waste Management & Research (im Druck).Google Scholar
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