Zusammenfassung
Aufgrund der Tatsache, dass nahezu alle Substanzen, die zur Analgesie und Sedierung der Schwangeren verwendet werden können, zu einem gewissen Grad auf den Feten übergehen, muss eine strenge Indikationsstellung erfolgen. Pethidin (Dolantin) führt bei geringer analgetischer Potenz zu einer ausgeprägten Sedierung und neigt zur Kumulation im Feten. Pethidin kann Verhaltensauffälligkeiten beim Neonaten induzieren. Nalbuphin (Nubain) weist bei einer Dosislimitierung auf 40 mg in 6 h eine bessere Nutzen-Risiko-Relation auf.
Kombinationspräparate aus Paracetamol und Kodein können sicher angewendet werden.
Hoch potente Opioide sollten wegen der Gefahr der Atemdepression nur in Anwesenheit eines Anästhesisten eingesetzt werden. Hierbei eignet sich Sufentanil aufgrund seiner fetalen Pharmakokinetik sehr gut zur Durchtrittsanalgesie, während Fentanyl und Remifentanil zur kontinuierlichen Applikation als patientenkontrollierte Analgesie verwendet werden können. Der analgetische Effekt von Spasmolytika wird v. a. über die tokolytische Potenz vermittelt, weswegen der Einsatz dieser Substanzen unter der Geburt nicht empfohlen wird.
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