GAM 03. Architecture Meets Life pp 10-29 | Cite as
Lackschäden und Krähenfüße
Wie der Gebrauch in den Architekturdiskurs kommt
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Anmerkungen
- 1.Weisskamp, Herbert: Todsünden gegen die Architektur. Düsseldorf/Wien: ECON Verlag, 1984, S. 80.Google Scholar
- 2.Larson, Magali Sarfatti: Behind the postmodern façade. Architectural change in late twentieth-century America. Berkeley (CA): University of California Press, 1993.Google Scholar
- 3.Die drastischste und umfassendste Ausformulierung dieses Mythos stellt wohl immer noch Ayn Rands Roman „The Fountainhead“ von 1943 dar. Nach wie vor beeindruckend ist die Verfilmung des Stoffes durch King Vidor (1949) mit Gary Cooper in der Rolle des Howard Roark (Deutscher Titel: Ein Mann wie Sprengstoff). Vgl. hierzu auch die lesenswerte Diskussion bei Saint, Andrew: The image of the architect. Cambridge (MA): Yale University Press, 1983.Google Scholar
- 4.Vgl. hierzu: Architektur als „Zuwachs an Sein“. Hans-Georg Gadamer im Gespräch mit Catherine Hürzeler. — In: Blödt, Raimund; Bühler, Frid; Murat, Faruk; Seifert, Jörg: Beyond Metropolis. Eine Auseinandersetzung mit der verstädterten Landschaft. Sulgen/Zürich: Niggli Verlag, 2006, S. 246–251.Google Scholar
- 5.Ebenda, hier S. 247.Google Scholar
- 8.Der umfassendste Versuch, die Natur architektonischen Wissens psychologisch zu beschreiben, stammt von Bryan Lawson (What designers know. Oxford: Architectural Press, 2004). Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Überlegungen von Francis Duffy (Duffy, Francis; Hutton, Les: Architectural knowledge — The idea of a profession. London: E&FN Spon, 1998).Google Scholar
- 9.Vgl. zu den professionell bedingten Perspektivenunterschieden zwischen Architekten und Laien: Rambow, Riklef: Experten-Laien-Kommunikation in der Architektur. Münster: Waxmann Verlag, 2000.Google Scholar
- 10.Das Beispiel ist der Lehre von Prof. Rolf Neddermann an der FH Konstanz entlehnt. Vgl. http://www-home.fh-konstanz.de/~nedderma/lehre2.htm?b3
- 11.Atelier 5 (Hrsg.): Atelier 5. Siedlungen und städtebauliche Projekte. Braunschweig/ Wiesbaden: Vieweg Verlag, 1994, S. 40.Google Scholar
- 12.In der Tradition der Chicago School ist die Teilnahme dabei nur Mittel zum Zweck der Beobachtung. Dagegen entspräche das vorab beschriebene, langzeitige Wohnen der Architekten in den eigenen Häusern aufgrund einer verschobenen Zweck-Mittel-Relation eher der „beobachtenden Teilnahme“ (vgl. Schmitt, Jürgen: „Wer plant hier für Wen?“ Feldforschung in der Interaktionsgemeinde eines ostdeutschen Prozesses der Stadtteilarbeit. Wiesbaden: VS-Verlag, 2004, S. 54ff.).Google Scholar
- 14.Wenn die Verhaltensbeobachtung tatsächlich im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen eingesetzt wird, dann erfordert sie einen nicht unerheblichen Aufwand. Eine relativ häufig eingesetzte Methode ist das Behavior mapping. Vgl. dazu Ittelson, William H.; Rivlin, Leanne G.; Proshansky, Harold M.: The use of behavioral maps in environmental psychology. — In: Proshansky, Harold M.; Ittelson, William H.; Rivlin, Leanne G. (Hrsg.): Environmental psychology: man and his physical setting. New York: Holt, Rinehart & Winston, 1970, S. 658–668.Google Scholar
- 15.Gerade dieses Repertoire bekannter „Fälle“, also gestalterischer Problemlösungen, wird von vielen Theoretikern als Basis individueller architektonischer Expertise betrachtet. Vgl. Schön, Donald A.: The reflective practitioner. How professionals think in action. New York: Basic Books, 1983. Downing, Frances: Image banks: dialogues between the past and the future. — In: Environment and Behavior (1992), 24, S. 441–470.Google Scholar
- 17.Vgl. hierzu z. B. Flagge, Ingeborg (Hrsg.): Streiten für die menschliche Stadt. Texte zur Architekturkritik. Hamburg: Junius Verlag, 1997. Sowie Conrads, Ulrich; Führ, Eduard; Gänshirt, Christian: Zur Sprache bringen. Eine Kritik der Architekturkritik. Münster: Waxmann Verlag, 2003.Google Scholar
- 18.Die Artikelserie steht hier stellvertretend für vergleichbare Unternehmungen anderer Autoren und Publikationsorgane. Sie ist auch in Buchform erschienen: Dechau, Wilfried (Hrsg.): In die Jahre gekommen, 3 Bände. Stuttgart: DVA, 2001.Google Scholar
- 19.Zwei überaus unterschiedliche Ansätze werden diskutiert in: Seifert, Jörg: Urban Research: Biopsy and Density. Eine vergleichende Gegenüberstellung zweier Positionen der aktuellen Diskussion zur Städtebauforschung am Beispiel von Sanford Kwinter und Winy Maas. Weimar: VDG, 2003.Google Scholar
- 20.Die Studie ist dokumentiert in Schmitt, Jürgen u. a.: Einfamilienhaus oder City? Wohnorientierungen im Vergleich. Wiesbaden: VS-Verlag, 2006. Der entsprechende städtebauliche, architektonische und regional spezifische Kontext dieser Studie wird beleuchtet in Blödt, Raimund; Bühler, Frid; Murat, Faruk; Seifert, Jörg: Beyond Metropolis. Eine Auseinandersetzung mit der verstädterten Landschaft. Sulgen/Zürich: Niggli Verlag, 2006.Google Scholar
- 21.Vgl. Schmitt u. a., a. a. O., S. 19ff.Google Scholar
- 22.Vgl. ebenda, S. 23.Google Scholar
- 23.Der amerikanische Soziologe Douglas Harper verweist auf die verbreitete Bildabstinenz der Soziologie und fordert eine stärkere „Verknüpfung von visueller Information und soziologischer Denkungsart“ (vgl. Harper, Douglas: Fotografien als sozialwissenschaftliche Daten. — In: Flick, Uwe; Kardorff, Ernst von; Steinke, Ines (Hrsg.): Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag, 2000, S. 402–416, hier S. 402).Google Scholar
- 24.Schmitt u. a., a. a. O., S. 68.Google Scholar
- 25.So wurden z. T. nach eigenem Ermessen mehr oder weniger als fünf Bilder von den Positiv-oder Negativaspekten erstellt, in zwei Fällen zusätzliche Fotos von anderen Aspekten, die den Interviewpartnern wichtig erschienen, und ein Interviewpartner lehnte die Unterscheidung in Positiv-und Negativaspekte grundsätzlich ab (vgl. ebenda, S. 27).Google Scholar
- 26.Eine Zurückhaltung, welche die beteiligten Architekten im Prozess zunehmender Vertrautheit mit den sozialwissenschaftlichen Methoden mehr und mehr aufgaben, zumal die zu Grunde gelegte entdeckende Forschungslogik diese auch nicht zwingend erfordert (vgl. ebenda, S. 188).Google Scholar
- 27.Dieser Begriff geht auf Elisabeth Beck-Gernsheim zurück (vgl. hierzu: Beck-Gernsheim, Elisabeth: Was kommt nach der Familie? Einblicke in neue Lebensformen. München: Verlag CH Beck, 1998).Google Scholar
- 28.Vgl. Denz, Herman: Region Bodensee — auch eine eigene Wertewelt? Regensburg: Roderer Verlag, 2002, S. 12ff.Google Scholar
- 29.Überblicke zum Stand der Diskussion und eine Einführung in die Methodik geben z. B. Preiser, Wolfgang F. E.; Rabinowitz, Harvey Z.; White, Edward T.: Post-occupancy evaluation. New York: Van Nostrand Reinhold, 1988. Sowie Baird, George; Gray, John; Isaacs, Nigel; Kernohan, David; McIndoe, Graeme (Hrsg.): Building evaluation techniques. New York: McGraw-Hill, 1995. Oder jüngst: Van der Voordt, Theo J. M.; van Wegen, Herman B. R.: Architecture in use: an introduction to the programming, design and evaluation of buildings. Amsterdam: Elsevier, 2005.Google Scholar
- 30.Wolfgang Preiser hat hierfür das Konzept der „Performance“ eingeführt, das versucht, Gebäudewirkungen in umfassender Weise zu beschreiben. Konkrete Evaluationen können sich dann durchaus auf einige wenige Aspekte der Gebäudeperformanz beschränken, vgl. Preiser, Wolfgang F. E.: Built environment evaluation. Conceptual benefits and uses. — In: Journal of Architectural and Planning Research (1994), 11(2), S. 91–107.Google Scholar
- 31.Die aktuelle deutsche Diskussion um „Baukultur“ und deren Förderung bzw. Vermittlung kommt nicht zufällig immer wieder auf die Frage gültiger Qualitäten von Architektur, deren Bestimmbarkeit und ihre relative Bedeutung für unterschiedliche „Zielgruppen“ zurück. Wer qualitätvolle Architektur fördern will, muss Qualitäten klar benennen können. Vgl. hierzu auch Rambow, Riklef; Moczek, Nicola: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Evaluation und Baukultur. — In: Deutsches Architektenblatt (2001), 33(3), S. 24–25.Google Scholar
- 33.Die Schwierigkeiten, denen sich — auch in angelsächsischen Ländern — Versuche der institutionalisierten Zusammenarbeit zwischen forschenden und entwerfenden Architekten stellen müssen, sind recht eindrücklich beschrieben und analysiert in Stevens, Gary: The favoured circle: the social foundations of architectural distinction. Cambridge (MA): MIT Press, 1998.Google Scholar
- 35.Im Sinne von Rambow, Riklef; Rambow, Honke: Grenzen der Entgrenzung: Architektur, Musik, Drogen. — In: Wolkenkuckucksheim (2004), 1 (http://www.tu-cottbus.de/BTU/Fak2/TheoArch/Wolke/deu/Themen/041/Rambow/rambow.htm).
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