Schriften zur Weltliteratur/Studies on World Literature

Description

Der Begriff der Weltliteratur, im 19. Jahrhundert geprägt, hat in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten eine erstaunliche Karriere in der internationalen Literaturwissenschaft gemacht. Während sein Gegenbegriff, ‚Nationalliteratur’, inzwischen weitgehend aus der Diskussion verschwunden ist, gilt ‚Weltliteratur’ mehr denn je als das wichtigste Konzept für die Beschreibung der Internationalisierung, die inzwischen unübersehbar alle Literaturen bestimmt. Längst sind sie nicht mehr inselhaft in sich geschlossen, sondern stehen in vielerlei Beziehungen zueinander.

„Schriften zur Weltliteratur“ ist eine komparatistische Reihe, die Autoren und Autorinnen, Texten und literarischen Problemen gewidmet ist, die von übernationaler Bedeutung sind. Dazu zählen etwa interkulturelle literarische Kontakte, produktive poetische Rezeptionen über Sprachgrenzen hinweg, Übersetzungen und Übersetzungspoetiken, Fragen eines kulturübergreifenden Kanons, literarische Leitfiguren von internationaler Ausstrahlung, historische und typologische Vergleiche zwischen Literaturen, Texten und Autoren verschiedener Sprachen, schließlich Diskussionen über Konzepte internationaler Literatur wie ‚Weltliteratur’ oder ‚Europäische Literatur’ u.ä. In dieser Anlage versucht die Reihe dem heute geläufigen weiten Verständnis von Weltliteratur als Bezeichnung für unterschiedliche Prozesse und Aspekte literarischer Internationalisierung gerecht zu werden.