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Erkenntniskonstruktion am Beispiel der Tastwahrnehmung

  • Authors
  • Ellen Matthies
  • Jochen Baecker
  • Manfred Wiesner

Part of the Wissenschaftstheorie, Wissenschaft und Philosophie book series (WWP, volume 30)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages i-vii
  2. Ellen Matthies, Jochen Baecker, Manfred Wiesner
    Pages 1-1
  3. Ellen Matthies, Jochen Baecker, Manfred Wiesner
    Pages 2-15
  4. Ellen Matthies, Jochen Baecker, Manfred Wiesner
    Pages 16-23
  5. Ellen Matthies, Jochen Baecker, Manfred Wiesner
    Pages 24-45
  6. Ellen Matthies, Jochen Baecker, Manfred Wiesner
    Pages 83-103
  7. Ellen Matthies, Jochen Baecker, Manfred Wiesner
    Pages 104-132
  8. Ellen Matthies, Jochen Baecker, Manfred Wiesner
    Pages 133-144
  9. Ellen Matthies, Jochen Baecker, Manfred Wiesner
    Pages 145-166
  10. Ellen Matthies, Jochen Baecker, Manfred Wiesner
    Pages 167-171
  11. Back Matter
    Pages 172-253

About this book

Introduction

'Was wir über unsere Umwelt, über unsere Mitmenschen, ja sogar über uns selbst wissen, haben wir durch Wahrnehmung erfahren. Was ist das nun für ein Prozeß, den wir »Wahrnehmung« nennen? Unsere erlebte Welt wird durch diesen Prozeß definiert." Wir beginnen mit diesem Zitat aus einem psychologischen Wahrnehmungs lehrbuch (MURCH & WOODWORTH 1977, S.11), um damit die Bedeutung zu betonen, die Wahrnehmung aus psychologischer, aber auch aus alltäglicher Perspektive hat. Wahrnehmung definiert unsere erlebte Welt, sie ist die Grundlage unseres Wis­ sens und Handelns, und es überrascht daher nicht, daß sich Philosophen seit eh und je mit der Frage beschäftigen, worin sich unsere Wahrnehmungen gründen. Sind sie Abbildungen einer externen Welt, oder sind sie geistige Konstruktionen? Der Radikale Konstruktivismus ist eine Kognitionstheorie, die Erkenntnis als kon­ struiert betrachtet und damit die zweite Anschauung vertritt. Auch psychologi­ sche Wahrnehmungstheorien (BRUNER 1957, NEISSER 1976) tendieren in diese Richtung, indem sie die Beteiligung interner Faktoren am Wahrnehmungsprozeß postulieren. In letzter Konsequenz können sie die Annahme einer konstruierten Wahrnehmung jedoch nicht akzeptieren. 'Wenn Wahrgenommenes konstruiert ist, wieso ist es normalerweise genau?" fragt sich NEISSER (1979, S.24) und spricht damit die Frage nach der Ursache für die Stabilität der Wahrnehmung an. Wenn diese nicht in der Richtigkeit einer Abbildung gründet, worin dann? Radikale KonstruktivistInnen widmen sich genau dieser Frage und versuchen zu zeigen, nach welchen Prinzipien eine stabil erlebte Welt konstruiert werden kann. Das ist der Anlaß für uns, an psychologische Wahrnehmungstheorien anknüpfend den Radikalen Konstruktivismus in die Wahrnehmungspsychologie hineinzutragen.

Keywords

Einfluss Gruppen Psychologie Reflexion Wahrnehmung

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-663-14133-4
  • Copyright Information Springer Fachmedien Wiesbaden 1991
  • Publisher Name Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-528-06405-1
  • Online ISBN 978-3-663-14133-4
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