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Rezipienten als Straf- und Kunstrichter

Oszillationen zwischen Urteil und Deutung

  • Book
  • © 2024

Overview

  • Der Band entwirft einen theoretisch fundierten Urteilsbegriff bei der Literaturrezeption
  • Dezidierter Bezug auf die historisch zeitgenössische Rechtspraxis
  • Entfaltet ein Spektrum der Urteilsformen vom Theaterpublikum über Literaturkritiker bis zu angehenden Juristen

Part of the book series: Literatur und Recht (LR, volume 11)

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About this book

Rechtsprechung steht unter dem Diktat der Urteilspflicht und muss Mehrdeutigkeit daher einhegen und urteilend auflösen. Literatur hält Formen und Prozesse von Mehrdeutigkeit dagegen ohne Schwierigkeit aus. Sie werden als Potenzierung der ästhetischen Qualität sogar gerühmt und forciert. Die Beiträge des vorliegenden Bandes sind Texten und Rezeptionszusammenhängen gewidmet, die Rezipientinnen und Rezipienten explizit in eine Richterposition setzen. Konkret geht es um literarische Phänomene, bei denen Rezipierende nicht bloß verstehen und deuten, sondern (be- und ver-)urteilen – zum einen im engen (juristischen) und zum anderen im weiten (ästhetischen) Sinne des Urteilsbegriffs. Zu unterscheiden sind hierbei Laienurteile in Strafsachen und die Einforderung professioneller Urteile, bei denen Leserinnen und Leser (metaphorisch) als Kunstrichter angesprochen, konstruiert oder zu agieren verpflichtet werden. Das literaturgeschichtliche Spektrum reicht dabei vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, mit einem Schwerpunkt im frühen 20. Jahrhundert.

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Table of contents (12 chapters)

Editors and Affiliations

  • Exzellenzcluster 2020 Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective, Freie Universität, Berlin, Deutschland

    Nursan Celik

  • SFB 1385 Recht und Literatur, Westfälische Wilhelms-Universität, Münster, Deutschland

    Sebastian Speth

About the editors

Dr. Nursan Celik ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Exzellenzcluster 2020 „Temporal Communities“ an der Freien Universität Berlin und Lehrende am Germanistischen Institut der Universität Münster.

Dr. Sebastian Speth ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich Recht und Literatur (SFB 1385) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Teilprojekt A03 „Das Recht der Erfahrungsseelenkunde. Der Pitaval als Milieu- und Prozessliteratur zwischen 1730 und 1840“.

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Bibliographic Information

  • Book Title: Rezipienten als Straf- und Kunstrichter

  • Book Subtitle: Oszillationen zwischen Urteil und Deutung

  • Editors: Nursan Celik, Sebastian Speth

  • Series Title: Literatur und Recht

  • DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-662-68307-1

  • Publisher: J.B. Metzler Berlin, Heidelberg

  • eBook Packages: J.B. Metzler Humanities (German Language)

  • Copyright Information: Der/die Herausgeber bzw. der/die Autor(en), exklusiv lizenziert an Springer-Verlag GmbH, DE, ein Teil von Springer Nature 2024

  • Softcover ISBN: 978-3-662-68306-4Published: 23 March 2024

  • eBook ISBN: 978-3-662-68307-1Published: 22 March 2024

  • Series ISSN: 2730-7085

  • Series E-ISSN: 2730-7093

  • Edition Number: 1

  • Number of Pages: VIII, 217

  • Number of Illustrations: 4 illustrations in colour

  • Topics: Literature, general, Literary Theory, Law, general

Keywords

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