Sexuell gestörte Beziehungen

Konzept und Technik der Paartherapie

  • Gerd Arentewicz
  • Gunter Schmidt

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XI
  2. Gerd Arentewicz, Gunter Schmidt
    Pages 1-4
  3. Gerd Arentewicz, Gunter Schmidt
    Pages 5-24
  4. Gerd Arentewicz, Gunter Schmidt
    Pages 25-46
  5. Gerd Arentewicz, Gunter Schmidt
    Pages 47-59
  6. Gerd Arentewicz, Gunter Schmidt
    Pages 60-133
  7. Gerd Arentewicz, Gunter Schmidt
    Pages 134-167
  8. Gerd Arentewicz, Gunter Schmidt
    Pages 168-174
  9. Gerd Arentewicz, Gunter Schmidt
    Pages 175-187
  10. Back Matter
    Pages 188-298

About this book

Introduction

Die Abteilung für Sexualforschung der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ham­ burg führte 1976 eine Bedarfsanalyse im Hinblick auf die ärztliche/psychotherapeu­ tische Versorgung von Patienten mit sexuellen Störungen durch. Insgesamt ver­ schickten wir in Hamburg 650 Fragebögen: an alle niedergelassenen Urologen, Gy­ näkologen, Dermatologen und Nervenärzte, an jeden fünften Internisten und anje­ den zehnten praktischen Arzt. Der Fragebogen erfaßte, wie viele Patienten den Arzt wegen einer sexuellen Störung in einer Woche aufsuchten, um welches Problem es sich handelte und welche Behandlung der Arzt vornahm. Etwa 250 Ärzte, also 40%, schickten auswertbare Fragebögen zurück. Wenn man von der überaus vorsichtigen Annahme ausgeht, daß diejenigen Ärzte, die die Fragebögen nicht zurückschickten, keinen einzigen Patienten mit sexuellen Störungen gehabt hatten, dann suchen in Hamburg in einer Woche mindestens 1100 Patienten einen Arzt wegen sexueller Stö­ rungen auf. Tausend dieser Patienten, also etwa 90%, haben eine sexuelle Funk­ tionsstörung, das heißt sie klagen über Erektions- und Ejakulationsstörungen bzw. über Erregungs-/Orgasmusstörungen oder Vaginismus; insgesamt sind es mehr Frauen als Männer. Die Interventionen der Ärzte beschränken sich notgedrungen bei den meisten dieser Patienten auf unspezifische Beratungsgespräche, die selten ausreichend helfen, und auf die im Regelfall sinnlose Verabreichung von Medika­ menten wie Psychopharmaka oder Hormonpräparate. Die Folge dieses Mißstandes ist eine schwere und vermeidbare Chronifizierung sexueller Störungen: Wenn die Patienten in unsere Poliklinik kommen, sind sie im Durchschnitt schon vier Jahre lang von zwei bis drei Ärzten erfolglos behandelt worden.

Keywords

Ehetherapie Frauen Intervention Psychopharmaka Therapie

Editors and affiliations

  • Gerd Arentewicz
    • 1
  • Gunter Schmidt
    • 1
  1. 1.Abteilung für Sexualforschung der Psychiatrischen und NervenklinikUniversität HamburgHamburg 20Deutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-662-00446-3
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1980
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-540-09685-6
  • Online ISBN 978-3-662-00446-3
  • About this book