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Die tierische Zelle in Zellkultur

  • R. Schindler

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages i-viii
  2. R. Schindler
    Pages 1-2
  3. R. Schindler
    Pages 3-9
  4. R. Schindler
    Pages 16-24
  5. R. Schindler
    Pages 24-26
  6. R. Schindler
    Pages 26-33
  7. R. Schindler
    Pages 33-39
  8. R. Schindler
    Pages 39-42
  9. R. Schindler
    Pages 42-47
  10. Back Matter
    Pages 54-91

About this book

Introduction

Die ersten erfolgreichen Versuche zur Züchtung tierischer Zellen außerhalb des Organismus reichen zurück in den Beginn unseres Jahrhunderts. 1907 gelang HARRI­ SON durch Explantation von Gewebsstücken aus Froschembryonen der Nachweis, daß in der Embryonalentwicklung die Neuriten als Fortsätze der Nervenzelle ohne Be­ teiligung anderer Zellen gebildet werden, und daß damit eine spezifische celluläre Funktion auch außerhalb des Gesamtorganismus zu beobachten ist [310,311]. Außer­ dem konnte CARREL 1912 zeigen, daß es bei Verwendung einer geeigneten Nährlö­ sung und deren regelmäßiger Erneuerung möglich ist, Kulturen tierischer Gewebe beliebig lange im Zustand aktiver Proliferation und Zellvermehrung zu erhalten [76]. Die Methodik CARRELS war derjenigen von HARRISON recht ähnlich: in bei den Fällen wurden die Kulturen durch Einbettung eines kleinen Gewebsstückes in ein Gel - im einen Fall bestehend aus einer Mischung von Blutplasma und Embryo­ extrakt, im anderen aus Froschlymphe - hergestellt. In der Zielsetzung jedoch unter­ scheiden sich die beschriebenen Versuche voneinander in grundsätzlicher Weise. HARRISON ging es um die Untersuchung einer spezifischen Funktion unter Bedingun­ gen in vitro, während CARRELS Bemühungen auf die unbeschränkte Fortsetzung der Zellvermehrung außerhalb des Gesamtorganismus ausgerichtet waren. Es zeigte sich schon bald, daß im allgemeinen Zellfunktion und Zell vermehrung in vitro gewissermaßen antagonistische Prozesse darstellen. Nach Explantation eines Gewebsstückes in einem Plasma-Gel läßt sich nämlich nach kurzer Zeit eine zuneh­ mende Desorganisation, vor allem an den Rändern des Gewebsstückes, durch Zell­ auswanderung und Zellteilung beobachten [520]. Mit dem Verlust der spezifischen Struktur geht dann meist auch ein Verlust der typischen Zellfunktionen einher.

Keywords

Gewebe Untersuchung Zelle Zellkultur

Authors and affiliations

  • R. Schindler
    • 1
  1. 1.Institut Suisse de recherches expérimentales sur le CancerLausanneSchweiz

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-86382-0
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1965
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-642-86383-7
  • Online ISBN 978-3-642-86382-0
  • Series Print ISSN 0080-0015
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