Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XIII
  2. Von der Phantasie zur Wirklichkeit: Fluvoxamin

  3. Serotonin — der wichtigste Neurotransmitter des Menschen?

  4. Antidepressiva: gestern und heute

    1. Hans-Jürgen Möller
      Pages 34-55
  5. Bessere Therapie durch den funktionellen Ansatz?

    1. Walter Pöldinger
      Pages 56-60
  6. Von der Phantasie zur Wirklichkeit: Fluvoxamin

  7. Epidemiologie von „recurrent brief“ und „major depression“ — Resultate der Zürich-Studie

  8. Serotonin — ein funktioneller Ansatz für Diagnose und Therapie?

    1. Hanns Hippius
      Pages 88-111
    2. Hanns Hippius, Walter Pöldinger
      Pages 113-126

About these proceedings

Introduction

Das letzte wissenschaftliche Symposium in einer Dreierreihe zum Serotoninsystem handelte tiber Fluvoxamin. Fluvoxamin ist das erste Arzneimittel, das sich als Vertreter eines neuen Therapieprinzips, dem der Serotonin-Wiederaufnahmehemmung, bei der Behandlung von Depressionen bewahrt hat. Weil Fluvoxamin eine hohe Selektivitat gegentiber Serotonin­ Rezeptoren besitzt, ist dieses neue Antidepressivum auch zu einer wichtigen "Modellsubstanz" geworden, die es erlaubt, Zusammen­ hange und Wechselbeziehungen zwischen den serotonergen, adrener­ gen und dopaminergen Neurotransmitterveranderungen im Zentral­ nervensystem sowohl im Tierversuch als auch bei der klinischen Anwendung zu untersuchen. Da das Serotonin system verschiedene "Verhaltens-Elemente" beeinfluBt, werden mit Untersuchungen die­ ses Neurotransmittersystems auch Moglichkeiten aufgezeigt, andere psychische Storungen (z. B. Angst, Aggression, Zwang, EBstorungen) neurobiologisch zu erforschen. Mit den Serotonin-Wiederaufnahme­ hemmern eroffnen sich in der Zukunft womoglich auch neue Perspek­ tiven, die Beziehungen zwischen biologischen Dysfunktionen und psychischen StOrungen gezieJt zu untersuchen. Ansatze dieser weiter­ ftihrenden Grundlagenforschung haben das Ziel, neue Therapie­ Ansatze zu erforschen. Am Beispiel der Geschichte der Entwicklung und klinischen Erfor­ schung aller Psychopharmaka lassen sich wechselseitige Verflechtun­ gen und Abhangigkeiten in Forschungsprogrammen skizzieren: Von der Phantasie, der Idee der Forscher im Labor, gelangt man tiber neue Erkenntnisse in der neurobiologischen Forschung zu Ergebnissen und Befunden in der Klinik. Diese konnen dann als Elemente der klini­ schen Wirklichkeit wieder die Grundlagenforschung befruchten.

Keywords

Angst Depression Nervensystem Psychopharmaka Zwang

Editors and affiliations

  • Hanns Hippius
    • 1
  • Walter Pöldinger
    • 2
  1. 1.Psychiatrischen Klinik und PoliklinikUniversität MünchenMünchen 2Germany
  2. 2.Psychiatrischen UniversitätsklinikBaselSwitzerland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-76935-1
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-540-54551-4
  • Online ISBN 978-3-642-76935-1
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