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Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-X
  2. Einführung

    1. W. Rösch, J. Hotz
      Pages 1-4
  3. Epidemiologie

    1. P. Linhart
      Pages 5-13
  4. Pathophysiologie

    1. Front Matter
      Pages 15-15
    2. P. C. H. Lederer, G. Lux
      Pages 19-34
    3. W. E. Hansen
      Pages 58-62
    4. H. J. Reimann, M. v.d. Ohe, J. Lewin
      Pages 63-77
    5. J. F. Riemann
      Pages 78-83
    6. G. Ruckdeschel
      Pages 84-97
    7. G. Stacher
      Pages 98-115
  5. Klinik

    1. Front Matter
      Pages 119-119
    2. W.-P. Fritsch
      Pages 123-130
    3. M. Staritz
      Pages 131-140
    4. P. Frühmorgen, K. Wehrmann
      Pages 141-146
  6. Diagnostik

  7. Therapie

  8. Back Matter
    Pages 225-236

About this book

Introduction

W. ROSCH, J. HOTz Funktionelle Erkrankungen des Verdauungstrakts be rei ten nicht nur den Patienten Beschwerden, sondern hiiufig auch den sie behandelnden Arzten Kopfzerbrechen. So ist Bockus zuzustimmen, wenn er meint, daB es kaum eine Erkrankung gibt, die groBere Anforderungen an Zeit und Erfindungskraft eines Arztes stellt als psychovegetative Storungen mit Manifestation am Gastrointestinaltrakt, so daB dieser auBer der Kennt­ nis eines erfahrenen Internisten die Weisheit eines Philosophen haben musse. Forschung auf dem Gebiet psychosomatischer Phiinomene ist schlieBlich besonders risikoreich, da zu den Fehlerquellen der Messung und Registrierung komplexer somatischer Funktionen das bekannter­ maBen schwierige Problem hinzukommt, den emotionalen Zustand des Patienten zu definieren [1]. Bei dem Trend zu invasiven Untersuchungen bis zur Grenze des Mogli­ chen, oft mit wenig Nutzen und wenigen Worten fUr den Patienten, fUh­ len sich viele mit ihren Problemen alleingelassen oder sind unzufrieden mit einer symptomorientierten medikamentosen Therapie. Mit Recht kritisiert Palmer [6], daB die Kommunikationsschwierigkeiten, die sich zwischen Patient und Arzt ergeben konnen, nicht so sehr auf MiBver­ stiindnissen und Fehlinterpretationen beruhen, sondern eher darauf, daB der Patient nicht sagt, was er sagen will, weil der Arzt ihn dazu nicht kommen liiBt. Betrachtet man die Epidemiologie funktioneller Krankheiten, so sind gewisse Modestromungen nicht zu verkennen. Urn die Jahrhundertwen­ de wiihlte man die Ohnmacht oder die hysterische Liihmung, urn auf sei­ ne Probleme aufmerksam zu machen; wiihrend des ersten Weltkrieges dominierte das Effortsyndrom oder die neurozirkulatorische Dystonie.

Keywords

Emotion Epidemiologie Gastrointestinaltrakt Ohnmacht Syndrom Therapie

Editors and affiliations

  • Jürgen Hotz
    • 1
  • Wolfgang Rösch
    • 2
  1. 1.Allgemeines KrankenhausCelleDeutschland
  2. 2.Krankenhaus NordwestFrankfurt/M. 90Deutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-72680-4
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-642-72681-1
  • Online ISBN 978-3-642-72680-4
  • Series Print ISSN 0173-0258
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