Diffusion in Metallen

Platzwechselreaktionen

  • Wolfgang Seith
Book

Part of the Reine und angewandte Metallkunde in Einzeldarstellungen book series (METALLKUNDE, volume 3)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages N1-VI
  2. Wolfgang Seith
    Pages 1-3
  3. Wolfgang Seith
    Pages 9-38
  4. Wolfgang Seith
    Pages 38-72
  5. Wolfgang Seith
    Pages 73-97
  6. Wolfgang Seith
    Pages 126-157
  7. Wolfgang Seith
    Pages 185-202
  8. Wolfgang Seith
    Pages 202-205
  9. Wolfgang Seith
    Pages 205-215
  10. Wolfgang Seith
    Pages 216-223
  11. Wolfgang Seith
    Pages 223-232
  12. Wolfgang Seith
    Pages 232-243
  13. Wolfgang Seith
    Pages 243-254
  14. Wolfgang Seith
    Pages 254-283

About this book

Introduction

Zu einem bekannten Vorlesungsversuch wird eine Lösung von Kupfersulfat mit reinem Wasser überschichtet und das Ganze sich selbst überlassen. Zunächst besteht zwischen der blauen Lösung und dem Wasser eine scharfe Grenze. Schon nach wenigen Tagen läßt sich ein Vordringen der blauen Farbe des Kupfersulfates nach oben, also dem Schwerefeld entgegen, beobachten. Diese Erscheinung bezeichnen wir als Diffusion. Jedes flüssige System, das aus mischbaren Kom­ ponenten besteht und sich in einem abgeschlossenen Raume konstanter 'l'emperatur befindet, strebt nach dem Ausgleich der Konzentration. Es wird nun häufig angenommen, daß der Ausgleich verschiedener Konzentrationen und ein damit verbundener Energiegewinn die ein­ zige treibende Kraft der Diffusion sei. Das ist jedoch nicht so, wie sich an einem Gedankenexperimt::nt leicht zeigen läßt. Man stellt sich ein Gefäß vor, in dem sich eine Salzlösung befindet, deren Konzentration an allen Stellen die gleiche ist. Durch eine Scheidewand wird dieses Gefäß in zwei gleich große Räume 1 und 2 geteilt. Wir nehmen nun weiter an, wir könnten die gelösten Ionen sehen und diejenigen kenn­ zeichnen, die sich im Raume 1 befinden. Da sich alle Ionen in völlig regelloser Wärmebewegung befinden, werden sie, nachdem wir die Zwischenwand entfernt haben, auch von einem Raume in den anderen übertreten. Nach einer bestimmten Zeit werden durchschnittlich je die Hälfte der gekennzeichneten Ionen in den Räumen 1 und 2 sein. Mit dem Eintreten des Konzentrationsausgleiches hört demnaC'h die Dif­ fusion nicht auf, sondern sie entzieht sich nur der unmittelbaren Be­ obachtung.

Keywords

Diffusion Energie Kupfer Legierung Metall Physik Sintern Systeme

Authors and affiliations

  • Wolfgang Seith
    • 1
  1. 1.Universität MünsterMünsterDeutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-53297-9
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1955
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-642-53298-6
  • Online ISBN 978-3-642-53297-9
  • Series Print ISSN 0080-0791
  • About this book