Advertisement

200 Jahre Heidelberger Romantik

  • Karin Tebben
  • Friedrich Strack

Part of the Heidelberger Jahrbücher book series (HJB, volume 51)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XVI
  2. Romantische Erfahrung und poetische Innovation

  3. Volksdichtung und ihre romantische Poetisierung

  4. Ästhetische Positionen

  5. Poetologische und ideologische Streitschriften

    1. Front Matter
      Pages 341-341
    2. Hans-Martin Mumm
      Pages 389-413
    3. Dieter Martin
      Pages 415-439
    4. Karl S. Guthke
      Pages 441-467
  6. Wissenschaften und Künste

  7. Die Politisierung der Volksidee und ihre Nachwirkungen im 19. und 20. Jahrhundert

  8. Back Matter
    Pages 605-620

About this book

Introduction

„Ein gut Teil des Feuers, das Napoleon verzehrte", habe von Heidelberg seinen Ausgang genommen, meinte Freiherr vom Stein 1815. Damit deutete er auf jene nationale Kulturerneuerung, die im ersten Dezennium des 19. Jahrhunderts den Heidelberger Romantikerkreis um Achim von Arnim, Clemens Brentano, Joseph Görres u. a. entscheidend prägte und – nach Eichendorffs Worten – eine „innere Regeneration des Gesamtlebens" anstrebte. Im Sammeln von Volksliedern, Volkssagen und Volksmärchen sowie der Restitution altdeutscher Kulturdenkmäler hoffte man, einerseits dem modernen Rationalismus, andererseits dem Imperialismus Napoleons entgegenwirken zu können.

Aber nicht nur die kulturpolitischen Intentionen der Heidelberger Romantik werden in den vorliegenden Beiträgen untersucht; auch ihre historischen, poetischen und philosophischen Grundlagen sowie die Differenzen zur Jenaer und Berliner Frühromantik bzw. zur katholisierenden Spätromantik werden erörtert. Die Voraussetzungen, Erscheinungsformen und Folgen der Heidelberger Romantik, die bis ins 20. Jahrhundert spürbar bleiben, treten dabei in ein neues Licht.

Nicht zuletzt zeigen die polemischen und witzigen Auseinandersetzungen mit der Voß-Partei, die den Vorrang der antiken Bildung behauptete, daß die Heidelberger Romantik eine vielschichtige, keineswegs ideologisch festgelegte Bewegung war. Sie entwickelte ihr eigenes Konzept von „romantischer Ironie" und „progressiver Universalpoesie".

Schließlich kommen in dem vorliegenden Band jene Aspekte einer „idealen" Naturlandschaft zur Sprache, die im Zeitalter der Entfaltung des ästhetischen Sehens Heidelberg zum Inbegriff der Romantik haben werden lassen.

Keywords

Achim von Arnim Clemens Brentano Kultur Napoleon Bonaparte Romantik

Authors and affiliations

  • Karin Tebben
    • 1
  1. 1.Germanistisches Seminar der UniversitätHeidelberg

Editors and affiliations

  • Friedrich Strack
    • 1
  1. 1.Institut für Deutsch als FremdsprachenphilologieHeidelberg

Bibliographic information