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Frauen „unter sich“

Eine Untersuchung über weibliche Gemeinschaften im Milieuvergleich

  • Authors
  • Renate Liebold

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-9
  2. Renate Liebold
    Pages 11-28
  3. Renate Liebold
    Pages 29-49
  4. Renate Liebold
    Pages 233-250
  5. Back Matter
    Pages 251-261

About this book

Introduction

Wie funktionieren weibliche Gemeinschaften? Welche Rolle spielt Geschlechtlichkeit für die kollektiven Selbstvorstellungen und -darstellungen sowie die Mikropolitiken, die diese weiblichen Gemeinschaften tragen? Diesen Fragen geht die vorliegende Untersuchung in einer wissenssoziologischen Perspektive nach. Gerade dann, wenn Frauen in Vereinen, Selbsthilfegruppen, Netzwerken oder exklusiven Clubs „unter sich“ sind, spielt das Geschlechterverhältnis eine zentrale identitätsstiftende Rolle. In der vergleichenden Untersuchung zeigt sich, dass diese vergeschlechtlichten Ordnungsvorstellungen wesentlich durch das Herkunftsmilieu der Frauen mitbestimmt werden, etwa in Form eher pragmatischer Grenzziehungen bei den Arbeiterinnen und einfachen Angestellten, als zwar reflektierte gleichwohl aber fundamentale Identitätsunterstellung im akademischen Bildungsmilieu oder als elitäres Selbstverständnis bei den Club-Frauen, die das Milieu der gehobenen Gesellschaftsschicht repräsentieren. Damit wird deutlich, dass Deutungsrepertoires von Geschlecht auch über geschlechtsexklusive Räume kulturell festgeschrieben werden.

Keywords

Bildungsmilieu Gender Geschlecht Gruppen Identität Milieu Qualitative Methoden Solidarität

Bibliographic information