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Zeitgeschichte, Wissenschaft und Politik

Der „Historikerstreit“ — 20 Jahre danach

  • Editors
  • Volker Kronenberg

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-10
  2. Ernst Nolte und der „Historikerstreit“

  3. Der „Historikerstreit“ und das bundesrepublikanische Selbstverständnis

  4. Die politische Deutungs- und Streitkultur im Lichte des „Historikerstreits“

    1. Front Matter
      Pages 153-153
    2. Brigitte Seebacker
      Pages 171-187
  5. Back Matter
    Pages 203-204

About this book

Introduction

Vor zwei Jahrzehnten erlebte die Bundesrepublik Deutschland mit dem sogenannten „Historikerstreit“ eine Großkontroverse, die Publizistik, Wissenschaft und Politik über zwei Jahre hinweg intensiv beschäftigte. Die Auseinandersetzung mit den Thesen des Berliner Zeithistorikers Ernst Nolte entwickelte sich zu einem Streit, der vor allem entlang der Frage nach der Singularität des NS-Völkermords geführt wurde. Sowohl über die Zulässigkeit eines Vergleichs zwischen nationalsozialistischer und kommunistischer Diktatur aber auch ganz grundsätzlich über die historisch-kulturellen Fundamente der Bundesrepublik wurde leidenschaftlich debattiert. Nun – im Umfeld der „Berliner Republik“ – ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen und zu fragen, ob alte Streitmuster überwunden wurden und inwiefern neue wissenschaftliche Ansätze zur Interpretation deutscher und europäischer Zeitgeschichte sinnvoll sind. Dem interdisziplinären Charakter des Themenkomplexes wird dieser Sammelband gerecht, indem er Autoren vereinigt, die den „Historikerstreit“ und dessen Nachwirkungen aus politikwissenschaftlicher, historischer und soziologischer Sicht analysieren und interpretieren.

Keywords

Diktatur Habermas, Jürgen Historikerstreit NS-Völkermord Nolte, Ernst SS Völkermord Zeithistoriker

Bibliographic information