Individuen und ihre sozialen Beziehungen

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  • Marina Hennig

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Introduction

Ist die heutige Gesellschaft beziehungslos? Können Sozialformen ohne gemeinschaftliche Bindungen überhaupt bestehen? Wie sieht das Zusammenleben der Individuen in einer "individualisierten Gesellschaft" aus? Dies sind die zentralen Fragen einer Studie, die den Bogen von der Gemeinschafts- und Gesellschafts-Debatte hin zur Netzwerkperspektive spannt. Eingangs werden die wichtigsten Protagonisten dieser Debatte vorgestellt und deren unterschiedliche Positionen verdeutlicht. Der gesamten Debatte liegt die Begriffsdichotomie Gemeinschaft - Gesellschaft zu Grunde, die nicht zu einem der Moderne eigenen Gesellschafts- und Gemeinschaftsverständnis führt. Die anschließende kritische Diskussion kommt zu dem Ergebnis, dass in der modernen Gesellschaft nur eine netzwerktheoretisch orientierte Lesart dieser Begriffe die Komplexität von Gemeinschaft und Gesellschaft erfassen kann. Daher konzentriert sich die Arbeit verstärkt auf die soziale Netzwerkperspektive. Auch wenn die Netzwerkperspektive heute noch kein einheitliches Paradigma ist oder ein kohärentes Theoriegebäude darstellt, so ist es vor allem der explizit relationale Blickwinkel, der die Möglichkeit schafft, den bisher angenommenen Dualismus von Gemeinschaft und Gesellschaft zu überwinden.

Keywords

Familie Gesellschaft Netzwerkanalyse Soziale Beziehungen Soziologie Wellman

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-531-90297-5
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Humanities, Social Science (German Language)
  • Print ISBN 978-3-531-14833-5
  • Online ISBN 978-3-531-90297-5
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