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Krieg als Medienereignis

Grundlagen und Perspektiven der Krisenkommunikation

  • Martin Löffelholz

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-10
  2. Einführung

    1. Front Matter
      Pages N1-N1
    2. Martin Löffelholz
      Pages 11-32
  3. Grundlagen der Krisenkommunikation

    1. Front Matter
      Pages N2-N2
    2. Thomas Dominikowski
      Pages 33-48
    3. Siegfried Weischenberg
      Pages 65-80
    4. Georg Ruhrmann
      Pages 81-96
    5. Monika Pater
      Pages 97-108
    6. Studiengruppe InterKom
      Pages 109-126
    7. Alexander Görke
      Pages 127-144
  4. Der Golfkrieg — Reflexionen einer (Medien-)Krise

    1. Front Matter
      Pages N5-N5
    2. Jay Tuck
      Pages 145-148
    3. Armin Halle
      Pages 153-160
    4. Klaus Bresser
      Pages 161-164
  5. Zukunftskrisen: Alternativen und Perspektiven

    1. Front Matter
      Pages N5-N5
    2. Richard C. Vincent, Johan Galtung
      Pages 177-210
    3. Klaus-Dieter Altmeppen
      Pages 211-228
    4. Armin Scholl, Christian Bobbenkamp
      Pages 229-244
  6. Back Matter
    Pages 245-276

About this book

Introduction

"Warum schreiben die Journalisten nichts über Liberia, sondern immer nur über Somalia, wo es doch hier kaum besser geht?", fragte der Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Liberia kürzlich einen deutschen Journalisten. Seine Antwort: "Weil es keine ähnlich schockierenden Fernsehbilder sterbender Kinder aus Liberia gibt. Wahrscheinlich ist auch die Auf­ merksamkeit für Somalia nur vorübergehend, bis ein neues Modethema die Fernsehschirme erobert. " Dieses Gespräch über die Aufmerksamkeitsregeln der Mediengesell­ schaft wird in ähnlicher Form wohl in allen Kriegen, die medial unsicht­ bar und damit "folgenlos" bleiben, geführt: von Menschen, für die ein Krieg, der keine Mode (im Fernsehen) macht, dennoch sichtbar und fol­ genreich bleibt. Auf der anderen Seite werden kritische Fragen nach der Kriegsordnung der Medien gerade auch durch Kriege provoziert, denen mediale Aufmerksamkeit in besonderer Weise zuteil wurde: vorn ersten "Pressekrieg" (Krim-Krieg 1853-1856) über den ersten "Wohnzimmer­ krieg" (Vietnam 1964-1973) bis zum ersten "Krieg in Echtzeit" (Golf­ Krieg 1991), bei dem der US-Verteidigungsminister den Vollzug seiner Befehle im heimischen Fernsehsender 'live' verfolgen konnte. In diesem Reader über die Grundlagen und Perspektiven der Krisen­ kommunikation geht es vor allem um Kriege, die von Medien beobachtet und damit beobachtbar gemacht werden. Implizit rücken damit freilich auch die unsichtbaren Kriege ins Blickfeld. Denn Thematisierung und Nichtthematisierung von Krisen, Konflikten und Kriegen beruhen glei­ chermaßen auf bestimmten Strukturen und Funktionen des publizistischen Systems, in dem Journalisten, Publikum und Public Relations die Karten immer wieder neu und dennoch nach bestimmten Regeln mischen.

Keywords

Berichterstattung Fernsehen Frieden Gespräch Informationsgesellschaft Journalisten Kommunikation Konflikt Krieg Kriege Krisenkommunikation Medien Public Relations Zensur Öffentlichkeit

Editors and affiliations

  • Martin Löffelholz
    • 1
  1. 1.Universität MünsterDeutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-99646-6
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1993
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12332-5
  • Online ISBN 978-3-322-99646-6
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