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Verantwortlichkeit und Recht

  • Editors
  • Ernst-Joachim Lampe

Part of the Jahrbuch für Rechtssoziologie und Rechtstheorie book series (JRR)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-7
  2. Ernst-Joachim Lampe
    Pages 9-11
  3. Jann Holl, R Zippelius, J. Brammsen
    Pages 38-60
  4. Rüdiger Schott, C. Vogel, H. -J. Franz
    Pages 97-120
  5. Gertrud Nunner-Winkler, F.-X. Kaufmann, H.-J. Franz
    Pages 169-190
  6. Hans Aebli, F.-X. Kaufmann, J. Brammsen
    Pages 191-203
  7. Franz-Xaver Kaufmann, R. Schott, H.-J. Franz
    Pages 204-228
  8. Peter Badura, R. Schott, G. Lübbe-Wolf
    Pages 246-256
  9. Reinhold Zippelius, G. Lübbe-Wolf, R. Schott
    Pages 257-267
  10. Theo Mayer-Maly, W. Fikentscher, G. Lübbe-Wolf
    Pages 268-285
  11. Ernst Joachim Lampe, W. Fikentscher, G. Lübbe-Wolf
    Pages 286-307
  12. Thomas Würtenberger, W. Fikentscher, G. Lübbe-Wolf
    Pages 308-326
  13. Wolfgang Fikentscher
    Pages 327-330
  14. Back Matter
    Pages 331-340

About this book

Introduction

Unsere Arbeitsgemeinschaft über "Verantwortlichkeit und Recht" kommt ohne ein Referat über die "Verantwortung des Rechtswissenschaftlers für das Recht" aus. Dennoch war es in der Vergangenheit und ist es in einem schwächeren Grad auch heute noch die Rechtswissenschaft, die im europäischen und im von Europa beeinflußten Raum das Recht prägt - zwar nicht in den Einzelheiten seiner Ausgestaltung, wohl aber in seinen leitenden Grundgedanken und Zweck­ setzungen. Beispielhaft erwähnt sei der Übergang von der Begriffsjurisprudenz zur Interessenjurisprudenz, der sich symbolisch in einem Rechtswissenschaftler vollzog, in Rudolph v. Jhering, und der von ihm aus die gesamte Rechtsauffas­ sung ergriff: sowohl den wissenschaftlichen als auch den politischen Umgang mit dem Recht. Anstelle der Rechtsidee übernahm es der Zweck, Schöpfer des ganzen Rechts zu sein. I Und weil in jeder Gesellschaft eine Vielzahl von Zwecken miteinander um die Herrschaft ringt, wurde das Recht dem Kampf der Interessengruppen ausgeliefert. Dem ökonomischen Glaubensschwur der damali­ gen Zeit entsprechend, sah Jhering als das Ziel des Rechts die Nutzenmaxi­ 2 mierung an. Das Recht sollte den Nutzen für die Gemeinschaft, für das Volk, mehren; es sollte das individuelle Streben nach persönlichem Eigenvorteil in das generelle Streben nach dem gemeinen Nutzen einmünden lassen. Nicht mehr "Gerechtigkeit nützt dem Volk" hieß es alsbald, sondern "Recht ist, was dem Volke nützt". 3 Und dieses Banner vor sich hertragend, marschierten Volk und Recht dann gemeinsam in den Untergang.

Keywords

Gerechtigkeit Gesellschaft Institution Institutionalisierung Macht Natur Normen Pluralismus Solidarität Sozialversicherung Soziologie Strafrecht

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-94169-5
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1989
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12055-3
  • Online ISBN 978-3-322-94169-5
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