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Machtbeziehungen zwischen den Geschlechtern

Wandlungen der Ehe im ‚Prozeß der Zivilisation‘

  • Authors
  • Stefanie Ernst

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-8
  2. Stefanie Ernst
    Pages 9-12
  3. Stefanie Ernst
    Pages 13-40
  4. Stefanie Ernst
    Pages 41-155
  5. Stefanie Ernst
    Pages 157-177
  6. Stefanie Ernst
    Pages 179-182
  7. Back Matter
    Pages 183-192

About this book

Introduction

Wenn man versucht, das Verhältnis zwischen Mann und Frau zu beschreiben, mutet es scheinbar problematisch an, von Machtbeziehungen zwischen den Ge­ schlechtern zu sprechen. Macht wird zum einen eher mit den sogenannten 'großen' Bereichen der Gesellschaft, wie beispielsweise denen der Politik und Wirtschaft assoziiert, als daß sie auf der mikrosoziologischen Ebene der zwischenmensch­ lichen Beziehungen verortet wird. Macht unterliegt zum anderen insgesamt in der öffentlichen und zuweilen auch wissenschaftlichen Diskussion ambivalenten, unhinterfragt vorausgesetzten und pejorativen Zuschreibungen, die es erschweren, einen differenzierten Zugang zu einer erforderlichen 'Soziologie der Macht' zu erlangen. Versucht die Rezipientin, sich dem spätestens seit der Entstehung der Frauenbewegung kontrovers und engagiert diskutiertem Thema der Benachteiligung oder Unterdrückung von Frauen anzunähern, stößt sie häufig auf eine fortgesetzt problematische und dichotomisierende Sichtweise, die Macht einseitig den Männern als absolute Verfügung über Frauen zuschreibt. Hier wird vielmehr deutlich, wie schwierig es ist, Macht differenziert zu lokalisieren, wenn sie gleichsam personifi­ ziert und anthropologisiert wird. Titel wie "Frauen und Macht" (B. Schaeffer-Hegel 1984) explizieren diesen Antagonismus und stehen exemplarisch für weite Teile der wissenschaftlichen, feministischen Diskussion. Auf das grundlegende Problem politisch ambitionierter Frauenforschung auf der einen und der Notwendigkeit zur wissenschaftlichen Differenzierung und Distanznahme auf der anderen Seite haben mit Nachdruck G. A. Knapp (1990) und C. Hagemann-White/M. S. Rerrich (1988) hingewiesen. Seitdem hat die wissenschaftliche feministische Debatte einen hohen Grad an Differenziertheit und Komplexität erreicht, die bis hin zur Überprüfung ihrer theoretischen Grundkategorien reicht.

Keywords

Benachteiligung Beziehung Ehe Familienpolitik Frauenforschung Geschlecht Geschlechterverhältnis Gesellschaft Liebe Macht Moderne Modernisierung Sozialwissenschaft Zivilisation Zivilisationsprozess

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-92505-3
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1996
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12803-0
  • Online ISBN 978-3-322-92505-3
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