Modalität im Deutschen

Zur Theorie der relativen Modalität

  • Authors
  • Rainer Dietrich

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-7
  2. Vorbemerkung

    1. Rainer Dietrich
      Pages 9-13
  3. Theoretische Grundlagen

    1. Front Matter
      Pages 15-15
    2. Rainer Dietrich
      Pages 17-20
    3. Rainer Dietrich
      Pages 21-36
    4. Rainer Dietrich
      Pages 37-100
  4. Modalität im Diskurs: Analysen

    1. Front Matter
      Pages 101-101
    2. Rainer Dietrich
      Pages 103-106
    3. Rainer Dietrich
      Pages 107-110
    4. Rainer Dietrich
      Pages 111-197
  5. Modalität im Diskurs: Ergebnisse

    1. Front Matter
      Pages 199-199
    2. Rainer Dietrich
      Pages 201-212
  6. Back Matter
    Pages 213-224

About this book

Introduction

1. 1 Anlaß und Ziel Einer, der abends nach Hause kommt, kann sagen Für heute hätten wir's wieder mal geschafft. Er sagt es in der Form des Irrealis, meint aber etwas ganz und gar Reales. Oder man kann sich fragen, ob der Satz Wie sollte denn dein Mann einmal aussehen? dasselbe ausdrückt wie Wie sieht dein Traummann aus? Oder: Welche Modalisierung ist im Spiel, wenn jemand urteilt, daß das Essen genießbar war. Und: Ist der Imperativ ein Modus, und wo liegt eigentlich der Witz in Palmströms messerscharfem Fehlschluß, daß nicht sein kann, was nicht sein darf? Das Kapitel Modalität hat in der Geschichte der Sprachwissenschaft viele Seiten, und es steckt noch voller Rätsel. Das erfährt besonders, wer sich mit übergreifenden Regularitäten in komplexen sprachlichen Äußerungen wie Texten befaßt und dabei gerade das Ineinandergreifen der involvierten Teilsysteme berücksichtigen will. Das etwa ist die Ausgangssituation für die folgenden Betrachtun­ gen. Sie sollen dazu beitragen aufzuklären, nach welchen Prinzipien Texte strukturiert sind. Nach allgemeinem Konsens sind dies eben Prin­ zipien unterschiedlicher Reichweite, über unterschiedlichen sprachlichen Entitäten und von unterschiedlicher Relevanz für das Gelingen der Kom­ munikation. Die Gesamtvorstellung, in die die Ergebnisse der folgenden Überlegungen eingefügt werden sollen, ist, daß ein Text - semantisch gesehen - einen komplexen Sachverhalt darstellt, in seinen referentiellen Ausdrücken auf einen Verwendungszusammenhang bezogen ist und prag­ matisch als Erledigung einer kommunikativen Aufgabe verstanden wird.

Keywords

Deutsch Linguistik Modalität Semantik Sprachwissenschaft

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-90759-2
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1992
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12364-6
  • Online ISBN 978-3-322-90759-2
  • About this book