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Formale Methoden und kleine Systeme

Lernen, leben und arbeiten in formalen Umgebungen

  • Authors
  • Dirk Siefkes

Part of the Theorie der Informatik book series (XTI)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages i-3
  2. Groß und klein

    1. Front Matter
      Pages 5-5
    2. Dirk Siefkes
      Pages 7-19
    3. Dirk Siefkes
      Pages 21-53
  3. Formalisieren in kleinen Systemen

    1. Front Matter
      Pages 55-55
    2. Dirk Siefkes
      Pages 57-78
    3. Dirk Siefkes
      Pages 79-92
    4. Dirk Siefkes
      Pages 115-129
  4. Theorien müssen nicht groß sein

    1. Front Matter
      Pages 131-131
    2. Dirk Siefkes
      Pages 143-159
  5. Rahmenstücke

    1. Front Matter
      Pages 161-161
    2. Dirk Siefkes
      Pages 163-167
    3. Dirk Siefkes
      Pages 169-171
  6. Back Matter
    Pages 173-192

About this book

Introduction

Wieviele Menschen können an einem Gespräch teilnehmen? Drei, vier, fünf. Darüber wird's schwierig. Darunter wird's ernst: ein Wort unter vier Augen. Auch bei einem Selbstgespräch bin ich noch ZU zweit. Ist die Gruppe größer, bilden sich Strukturen heraus: Es treten Wortführer auf, Untergruppen erscheinen, manche kommen nie zu Wort, werden schweigsam. Bei noch mehr Teilnehmern ergreift man Maßnahmen: Wortmeldungen, Refer­ enten, Arbeitsgruppen; braucht man Hilfsmittel: Rednerlisten, Mikrofone; muß man laut und deutlich reden; lernt man die einzelnen nicht mehr kennen; lernt man nicht mehr, sondern sagt seine Meinung. Je größer die Gruppe, desto größer die Abstände und desto schwieriger die Verständigung. Ich kann nicht einmal denen richtig zuhören, die neben mir stehen. Die Probleme zu großer Gruppen können auch in kleinen auftreten. Während einer Ehekrise kann man auf einmal nur noch schriftlich kommunizieren; muß man Sprechzeiten festlegen; hört man nicht, was der Partner sagt; kann sich nicht mehr verständigen. Etwas ist zu groß geworden. Ob eine Gruppe groß oder klein ist, hängt nicht nur von der Anzahl ab. Also wovon dann? Mit festen Formen ermöglichen oder verbessern wir die Verständigung in größeren Gruppen: Jeder kommt mal dran; wir sprechen alle eine Sprache; wir achten uns. Aber Formen erstarren. Aus der Achtung wird Verachtung, als Höf­ lichkeit getarnt. Wir reden in Floskeln. Tuscheln hinter vorgehaltener Hand mit dem Nachbarn. Wieder kommt es nicht auf die Art der Formen an, sondern was wir daraus machen.

Keywords

Arbeit Einheit Geschichte Informatik Maschine Praxis Systeme

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-84923-6
  • Copyright Information Vieweg+Teubner Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1993
  • Publisher Name Vieweg+Teubner Verlag
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-528-05199-0
  • Online ISBN 978-3-322-84923-6
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