Demokratie und Verfassung an den Grenzen des Wachstums

Zur ökologischen Kritik und Reform des demokratischen Verfassungsstaates

  • Authors
  • Tine Stein

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-7
  2. Vorwort

    1. Tine Stein
      Pages 9-10
  3. Einführung

    1. Tine Stein
      Pages 11-30
  4. Theoretischer Bezugsrahmen

  5. Die ökologische Problemlösungsfähigkeit des demokratischen Verfassungsstaates

    1. Front Matter
      Pages 87-87
    2. Tine Stein
      Pages 89-122
    3. Tine Stein
      Pages 123-151
    4. Tine Stein
      Pages 153-182
  6. Alternativen zum und im institutionellen und normativen Gefüge des demokratischen Verfassungsstaates

  7. Fazit

  8. Back Matter
    Pages 275-306

About this book

Introduction

Ist der demokratische Verfassungsstaat in der Lage, die ökologische Herausforde­ rung zu meistem? Um diese Frage und das, was aus der Antwort auf sie folgt, geht es hier. Meiner Hypothese nach hält der demokratische Verfassungsstaat in bezug auf das ökologische Problem nicht das, was sein allgemeiner Anspruch verspricht: nämlich die demokratische Mehrheit wirksam mäßigen zu können und die politi­ sche Vernunft auf die Ermöglichung sachlich angemessener Lösungsvorschläge zu konzentrieren. So wie Odysseus im Mythos sich an den Mast seines Schiffes fesseln läßt und sich im Wissen um die eigene Willensschwäche durch freiwillige Selbstbindung schützt vor der Verfiihrung der Sirenen, so verabreden die Bürger eine kollektive Selbstbindung: die Verfassung. Aber auch die beste aller möglichen politischen Verfassungsordnungen, der demokratische Verfassungsstaat, kann die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen nicht aufhalten; im Gegenteil: seine institutio­ nellen Arrangements bieten den bedenkenlosen Umweltnutzern mehr Nischen und Vorteile als den UmweItschützern. Heute verheißt der Gesang der Sirenen von immerwährendem Luxus einen Genuß ohne Reue. Aber dieser kann zu einem Ge­ nuß mit katastrophalem Ausgang werden, wenn die Bürger nicht mit adäquaten Formen kollektiver Selbstbindung auf diese Herausforderung antworten und neue, besser geeignete politische Institutionen verabreden. Die Bedingungen der Freiheit in anderer Form zu verfassen - das wird die neue Aufgabe sein, vor der die Bürger der Berliner Republik stehen. Deswegen ist in dieser Arbeit auch der Versuch unternommen worden, ein neu­ es, ein zeitgenössisches Kapitel im Buch der freiwilligen Selbstbindung durch poli­ tische Institutionen aufzuschlagen.

Keywords

Arbeit Demokratie Freiheit Institution Pluralismus Umwelt Verfassung Verführung Vernunft Wissen repräsentative Demokratie

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-83296-2
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1998
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-13129-0
  • Online ISBN 978-3-322-83296-2
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