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Die ärztliche Visite

Chance zum Gespräch

  • Authors
  • Thomas Bliesener
  • Karl Köhle

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-8
  2. Thure von Uexküll
    Pages 9-10
  3. Karl Köhle
    Pages 11-12
  4. Thomas Bliesener
    Pages 13-14
  5. Thomas Bliesener, Karl Köhle
    Pages 15-39
  6. Thomas Bliesener, Karl Köhle
    Pages 71-116
  7. Thomas Bliesener, Karl Köhle
    Pages 117-150
  8. Thomas Bliesener, Karl Köhle
    Pages 151-191
  9. Thomas Bliesener, Karl Köhle
    Pages 193-239
  10. Thomas Bliesener, Karl Köhle
    Pages 241-275
  11. Thomas Bliesener, Karl Köhle
    Pages 277-327
  12. Thomas Bliesener, Karl Köhle
    Pages 329-331
  13. Back Matter
    Pages 332-336

About this book

Introduction

Das Buch bringt sprachanalytische Untersuchungen von Gesprächen, die zwi­ schen schwerkranken Patienten und Ärzten stattgefunden haben. Die Analysen sollen Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Gesprächsführung während der ärztlichen Visite aufzeigen und Anleitungen geben, die Gesprächsführung effek­ tiver zu gestalten. Es werden Eigengesetzlichkeiten und unbewußte Strategien sichtbar gemacht, die den Verlauf von Gesprächen bestimmen und deren Kenntnis für den Arzt hilfreich ist, um seine diagnostischen und therapeutischen Absichten zu erreichen. Das klingt so technisch und speziell, als ob es nur Ärzte und, im äußersten Fall, Sprachwissenschaftler interessieren könnte. Aber das ist nur die eine Seite dessen, was in diesem Buch dargestellt wird. Die andere Seite betrifft ein The­ ma, das uns alle angeht, und das eine eigene Dramatik und Spannung enthält. Es handelt von einer Tatsache, die nur in Situationen der persönlichen No- wie der einer lebensbedrohenden Krankheit - offenbar wird, weil wir sie sonst erfolgreich verleugnen, obgleich, oder weil, sie eine grundlegende Eigenschaft unserer menschlichen Existenz, und damit der conditio humana überhaupt, be­ trifft: Die Einsamkeit des einzelnen. Weil jeder von uns in einer nur ihm gehöri­ gen und nur ihm selbst zugänglichen Wirklichkeit lebt, bedarf es ständiger An­ strengungen, um diese Einsamkeit zu sprengen und gemeinsame Wirklichkeiten aufzubauen, in denen man sich mit anderen nicht nur oberflächlich und ratio­ nal, sondern auch in Bereichen, die den einzelnen affektiv betreffen, verständi­ gen kann. Aber diese Anstrengungen sind auch gefährlich. Sie verändern die Wirklichkeit, in der wir zu Hause sind und deren Illusionen uns vor Angst schützen.

Keywords

Arbeitsprozess Evaluation Gespräch Gesprächsführung Krankheit Linguistik Medien Methoden Transkription Trauer

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-83242-9
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1986
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-11769-0
  • Online ISBN 978-3-322-83242-9
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