Erfahrung und Ausdruck

Phänomenologie im Umbruch bei Husserl und Seinen Nachfolgern

  • László Tengelyi

Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 180)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages i-xvi
  2. Erster Teil: Das Unausdrückliche Erfahrungsgeschehen

    1. Front Matter
      Pages 1-1
    2. László Tengelyi
      Pages 3-20
    3. László Tengelyi
      Pages 21-46
    4. László Tengelyi
      Pages 47-63
    5. László Tengelyi
      Pages 65-86
    6. László Tengelyi
      Pages 87-106
    7. László Tengelyi
      Pages 107-137
    8. László Tengelyi
      Pages 139-165
    9. László Tengelyi
      Pages 167-183
    10. László Tengelyi
      Pages 185-195
  3. Zweiter Teil: Ausdrucksbedingte Erfahrungen

    1. Front Matter
      Pages 197-197
    2. László Tengelyi
      Pages 199-216
    3. László Tengelyi
      Pages 217-225
    4. László Tengelyi
      Pages 227-247
    5. László Tengelyi
      Pages 249-263
    6. László Tengelyi
      Pages 265-289
    7. László Tengelyi
      Pages 291-304
    8. László Tengelyi
      Pages 305-319
    9. László Tengelyi
      Pages 321-339

About this book

Introduction

"Erfahrung und Ausdruck" zeichnet in detaillierten Untersuchungen einen Umbruch innerhalb der Phänomenologie nach, der bereits bei Husserl einsetzt, sein eigentliches Gewicht aber erst bei späteren Nachfolgern wie Merleau-Ponty und Richir, Levinas und Waldenfels, Marion und Ricœur erhält. Die Phänomenologie unserer Zeit hält sich kaum mehr allein an die Innenbetrachtung der Erlebnisse eines Ichsubjekts; sie kehrt vielmehr Sinnbildungsprozesse hervor, die nicht in einer Sinngebung durch das Bewußtsein aufgehen, sondern für das bewußte Subjekt unverfügbare Momente ans Licht bringen. Das führt notwendig zu einer Neubestimmung des Verhältnisses von Erfahrung und Ausdruck: Ein als Ort spontaner Sinnbildung verstandenes Erfahrungsgeschehen läßt sich nicht in ein begrifflich-kategoriales Netz vorgefundener Bedeutungen einbinden, sondern verlangt zwingend nach einem "schöpferischen Ausdruck" (Merleau-Ponty). Der so verstandene Ausdruck der Erfahrung macht wiederum eigentümliche, weil von vornherein ausdrucksbedingte Erfahrungen möglich. Die Erfahrungen, die man mit dem sprachlichen Ausdruck in der fungierenden Rede, mit der fremden Sinnesäußerung im responsiven Verhalten, mit den erzählerischen Formen in der Reflexion auf die eigene Lebensgeschichte und im Umgang mit der Literatur macht, gehören wesenhaft zu den Untersuchungsgegenständen einer Phänomenologie, die sich nicht einfach als eine Beschreibung und Zergliederung der Erlebnisse versteht, sondern Anspruch darauf erhebt, als denkerischer Ausdruck der Erfahrung zu gelten.

Keywords

(Sprachlicher, begrifflicher und kategorialer) Ausdruck Begriff Bewusstsein Edmund Husserl Emmanuel Lévinas Ereignis Intentionalität Martin Heidegger Maurice Merleau-Ponty Paul Ricoeur Philosophie Sprache erfahrung erzählung (als Ausdruck der Erfahrung) sinn (sinnbildung, sinnstiftung und sinngebung)

Authors and affiliations

  • László Tengelyi
    • 1
  1. 1.Bergische Universität WuppertalWuppertalGermany

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-1-4020-5434-1
  • Copyright Information Springer Science+Business Media B.V. 2007
  • Publisher Name Springer, Dordrecht
  • eBook Packages Humanities, Social Science (German Language)
  • Print ISBN 978-1-4020-5433-4
  • Online ISBN 978-1-4020-5434-1
  • Series Print ISSN 0079-1350
  • About this book