Transzendentale Genesis des Bewusstseins und der Erkenntnis

Studie zum Konstitutionsprozess in der Phänomenologie von Edmund Husserl durch wertende und synthetische Bewusstseinsleistungen

  • Kristina Simona Montagová

Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 210)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-1
  2. Kristina Simona Montagova
    Pages 15-24
  3. Kristina Simona Montagova
    Pages 25-58
  4. Kristina Simona Montagova
    Pages 103-146
  5. Kristina Simona Montagova
    Pages 183-212
  6. Kristina Simona Montagova
    Pages 213-230
  7. Back Matter
    Pages 10-10

About this book

Introduction

Die alltägliche Erfahrung jedes einzelnen Menschen ist der Ausgangspunkt von Edmund Husserls genetischer Phänomenologie. Anhand dieser Erfahrung kann das Bewusstseinsleben als solches analysiert werden. Die vorliegende Arbeit baut auf der präzisen Erforschung der Strukturen von Bewusstsein und Erkenntnis auf, die sich auf der vorapperzeptiven und vorprädikativ apperzeptiven Ebene konstituieren. Dabei zeigt sich, dass bestimmte Aktivitäten des Bewusstseins Vorstufen höherer Aktivitäten sind. Zwei dieser grundlegenden Aktivitäten analysiert die Autorin eingehend: die synthetische und die fühlend-wertende. Aus dieser Untersuchung geht ein neues Verständnis der Intentionalität und Sinngebung hervor, die einerseits eine vereinheitlichende Richtung, andererseits einen fühlend-wertenden Bezug herstellen. Dass damit auch eine Zweiseitigkeit der Bewusstseinskonstitution einher geht, ist das Ergebnis dieser hervorragenden Forschungsarbeit. In ihren Ausführungen zeigt die Autorin auch deutlich, dass die scheinbaren Brüche der phänomenologischen Methodik Husserls nur vor dem Hintergrund des Ringens um bessere Lösungen bestimmter Probleme zu verstehen sind. Viele Resultate aus dem Spätwerk Husserls lassen sich so als Modifikationen von Ansätzen erkennen, die schon in den Logischen Untersuchungen angelegt sind.

Diese umfassende Studie der einzelnen Schichten der Bewusstseinsbildung erfolgt mit Hilfe der genetisch-phänomenologischen Methode. Das Gesamtwerk Husserls einschließlich der neuen Editionen und der noch unveröffentlichten Forschungsmanuskripte sowie die aktuelle Forschungslage sind in die Arbeit einbezogen. Die Gliederung verfolgt dabei konsequent den konstitutiv-genetischen Aufbau einer Bewusstseinsleistung auf einer anderen, tiefer liegenden. Viele Beispiele aus der jedem zugänglichen Erfahrung illustrieren den Text, der sich zugleich durch eine hohe Komplexität, eine tief gehende Analyse und genaue Kenntnis des Husserlschen Werkes wie auch durch gute Lesbarkeit und Verständlichkeit auszeichnet.

 

 

Keywords

Gefühl als originär gebende Anschauung bei Husserl Grundlegende Schichten der Bewusstseinskonstitution Phänomenologische Studie zur Struktur des Bewusstseins Phänomenologischer Ursprung der Werte Späte genetische Phänomenologie Husserls late genetic phenomenology

Authors and affiliations

  • Kristina Simona Montagová
    • 1
  1. 1., Faculty of HumanitiesCharles University in PraguePragueCzech Republic

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-94-007-5794-3
  • Copyright Information Springer Science+Business Media Dordrecht 2013
  • Publisher Name Springer, Dordrecht
  • eBook Packages Humanities, Social Science (German Language)
  • Print ISBN 978-94-007-5793-6
  • Online ISBN 978-94-007-5794-3
  • Series Print ISSN 0079-1350
  • About this book