Der Stoffwechsel II

  • Editors
  • K. Betke
  • F. Büchner
  • L. Heilmeyer
  • K. Lang
  • D. Lübbers
  • E. Opitz
  • J. Pichotka
  • K. Plötner
  • W. Pribilla
  • H. Schaefer
  • W. Stich
  • W. Volland
  • L. Weissbecker
  • E. Letterer

Part of the Handbuch der Allgemeinen Pathologie book series (PATHOLOGIE, volume 4 / 2)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages II-XII
  2. L. Heilmeyer, L. Weissbecker
    Pages 1-87
  3. W. Volland, W. Pribilla
    Pages 88-203
  4. K. Plötner, K. Betke
    Pages 245-286
  5. E. Opitz, D. Lübbers
    Pages 395-496
  6. J. Pichotka
    Pages 497-568
  7. Hans Schaefer
    Pages 669-767
  8. F. Wöhler
    Pages 768-777
  9. Back Matter
    Pages 778-861

About this book

Introduction

Wenn den physiologisch bedeutsamen Spurenelementen ein Anteil an der Fermentsteuerung zugesprochen wird, so muß eine übermäßige Zufuhr von Schwermetallen zu Fermentstörungen bzw. Funktionsstörungen des Substrates führen, die dann als Vergiftung imponieren. Das gilt in erster Linie für Schwer­ metalle, die zum Substrat eine größere Affinität haben als das physiologische Element. Am Eiweißmodell ließ sich zeigen, daß sich Eisen durch Kupfer in fest­ gelegten molaren Verhältnissen verdrängen läßt, daß auch zwischen Kupfer und Kobalt eine derartige Beziehung besteht. Dieser Grundversuch, angestellt mit un­ spezifischem Eiweiß, läßt sich allerdings nicht auf spezifische Substrate über­ tragen. Blei z. B. kann Hämoglobineisen nicht ersetzen, hemmt aber auf noch unbekannte Weise die Eiseneinlagerung in den Porphinring. Für das dem Eisen eng verwandte Kobalt dagegen wird vermutet, daß es das Hämoglobineise- wenn auch nicht funktionell - ersetzen kann. Ziemlich sicher ist der Ersatz des Katalaseeisens durch Kobalt unter Katalaseaktivierung nachgewiesen. Daraus ergibt sich, daß die gegenseitige Ersetzbarkeit der Schwermetalle eine Funktion der spezifischen Eigenart des jeweiligen Metalls und des Reaktions­ partners ist. Allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten lassen sich also nicht auf­ stellen. Voraussetzung der Schwermetall wirkung ist das Vorliegen in aktiver und resorbierbarer Form. Enteral gegebene Schwermetalle werden nur resorbiert, wenn sie im Intestinaltrakt in löslicher Form und als Kation ionisiert auftreten. Schwermetalle im anionischen Komplex haben keine Schwermetallwirkung. Die reinen fein verteilten Metalle auch in kolloidaler Form werden immer resorbiert. Die Resorption erfolgt an verschiedenen Stellen.

Keywords

Aktivierung Biochemie Biologie Chemie Eisen Intestinaltrakt Metalle Niere Pathologie Physiologie Protein Spurenelemente Stoffwechsel Stoffwechselkrankheit Vergiftung

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-86170-3
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1957
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-642-86171-0
  • Online ISBN 978-3-642-86170-3
  • Series Print ISSN 0085-1388
  • About this book