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Arbeiterleben und gesundheitliche Versorgung

Zur Theorie und Praxis sozialer Ungleichheit in der Bundesrepublik

  • Thomas Schardt
Book

Part of the Gesundheitssystemforschung book series (GESUNDHEITSSYST)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XIV
  2. Formen des Umgangs mit dem ambulanten Gesundheitssystem: Zur Bedeutung der sozialen Ungleichheit von Lebenslagen

    1. Front Matter
      Pages 1-1
    2. Thomas Schardt
      Pages 3-15
    3. Thomas Schardt
      Pages 16-70
    4. Thomas Schardt
      Pages 71-100
    5. Thomas Schardt
      Pages 101-131
  3. Soziale Einrichtungen im Gefüge sozialer Ungleichheit

  4. Back Matter
    Pages 225-263

About this book

Introduction

Wer sich mit der Entwicklung des Gesundheitszustands und der Gesundheitsversor­ gung in unserer Gesellschaft befaßt, wird zunächst sicher eher eine "objektivistische" Perspektive bevorzugen. Er wird Z.B. auf die Errungenschaften der modernen Hygiene und Medizin eingehen, ferner auf den Ausbau der Krankenanstalten und des Netzes von Arztpraxen, und schließlich wird er die Entwicklung des Krankenversicherungs­ wesens schildern, das zum mindesten in unserem Lande eine weitgehende Versorgung auch der unteren Einkommensschichten ermöglicht. Allerdings wird er nicht nur Posi­ tives berichten. Unser Gesundheitssystem ist ins Gerede gekommen. Kritisiert wird einerseits die explosive Kostenentwicklung. Dabei taucht die Frage auf, ob die partiell, aber eben nur partiell von Marktmechanismen abgekoppelte Gesund­ heitsversorgung nicht in Gefahr gerät, der Verschwendung anheim zu fallen. Denn der Patient, der für fast alle in Anspruch genommenen Leistungen versichert ist, hat kei­ nen Anlaß, sich sparsam zu verhalten. Daß er langfristig durch seinen Aufwand zur Erhöhung der Versicherungsabzüge beiträgt, bestimmt nicht sein aktuelles Handeln. Dadurch bremst er aber auch nicht das Verhalten seiner Partner, die durchaus ökono­ mische "Wachstumsinteressen" verfolgen, z.B. die pharmazeutische Industrie oder auch manche Ärzte, die z.B. durch Anschaffung teurer technischer Geräte ihre Angebotspa­ lette vergrößern und zu nutzen versuchen; d.h. die Regulierung des Angebots durch die Nachfrage funktioniert nicht. Zum anderen wird immer wieder behauptet, daß trotz eines scheinbar lückenlosen "sozialen Netzes" in der Gesundheitsversorgung "soziale Ungleichheit" existiere. Angehörige höherer Schichten hätten bessere Chancen, etwas für ihre Gesundheit zu tun, als etwa Arbeiter und Arbeiterfrauen.

Keywords

Anstalten Frauen Funktion Genom Gesundheitliche Versorgung Gesundheitsversorgung Gesundheitszustand Hoden Hygiene Indikatoren Krankheit Licht Medizin Untersuchung Verhalten

Authors and affiliations

  • Thomas Schardt
    • 1
  1. 1.Frankfurt 70Deutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-70914-2
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-540-16108-0
  • Online ISBN 978-3-642-70914-2
  • Series Print ISSN 1431-4045
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