Die Theorie, die nicht sterben wollte

Wie der englische Pastor Thomas Bayes eine Regel entdeckte, die nach 150 Jahren voller Kontroversen heute aus Wissenschaft, Technik und Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist

  • Sharon Bertsch McGrayne

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XVIII
  2. Aufklärung und anti-Bayes’sche Reaktion

    1. Front Matter
      Pages 1-1
    2. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 3-13
    3. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 15-37
    4. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 39-68
  3. Die Zeit des Zweiten Weltkriegs

    1. Front Matter
      Pages 69-69
    2. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 71-99
    3. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 101-102
  4. Die grandiose Wiedergeburt

    1. Front Matter
      Pages 103-103
    2. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 105-110
    3. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 111-125
    4. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 127-137
    5. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 139-148
    6. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 149-157
  5. Die Nützlichkeit von Bayes

    1. Front Matter
      Pages 159-159
    2. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 161-177
    3. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 179-188
    4. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 189-202
    5. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 203-208
    6. Sharon Bertsch McGrayne
      Pages 209-243

About this book

Introduction

Vom Siegeszug einer Formel  

Suchmaschinen und Qualitätsmanagement, Versicherungen und Erdbebenvorhersagen, Verkehrsflüsse, Geheimcodes und medizinische Prognosen – die sogenannte Bayes’sche Regel ist geradezu allgegenwärtig und dennoch nur wenigen vertraut. Dabei ist sie in ihrer grundlegenden Aussage bestechend einfach: Man beginnt mit einer Vermutung und revidiert diese anhand neuer, objektiver Informationen – und gelangt so zu einer verbesserten Annahme. Für seine Anhänger ist das Bayes-Theorem eine elegante Formulierung dafür, dass man aus Erfahrung klug wird, und ein mathematisches Instrument, das einer klaren Linie folgt. Für seine Gegner ist es ein Amoklauf der Subjektivität.   

Sharon Bertsch McGrayne schildert in ihrem spannenden Sachbuch die erstaunliche Geschichte dieser Regel – von ihren unscheinbaren Anfängen Mitte des 18. Jahrhunderts über die 150 Jahre währenden Kontroversen, die sie auslöste, bis zu ihrem großen Durchbruch.   

„Eine turbulente Geschichte vom Triumph einer mächtigen mathematischen Idee ... Beeindruckend recherchiert.“ Nature   

„Ein wunderbares Buch ... McGrayne hat die Geschichte von Bayes in eine fesselnde Lektüre verwandelt. Wir können das Buch nicht stark genug empfehlen.“ Journal of Educational Measurement  

„McGrayne ... stellt schwierige Ideen so dar, dass das allgemeine Publikum sie verstehen und würdigen kann ... Das Buch liest sich wie eine Liebeserklärung – für einen Algorithmus, der vernachlässigt aufwuchs, nur gelegentlich auf einen Ausflug mitgenommen wurde, aber meistens zu Hause bleiben musste, bis er am Ende schließlich seinen gebührenden Platz bekam und Respekt und Wertschätzung in der Welt erfuhr.“ IEEE Computing Now  

„Ein statistischer Thriller... McGraynes Geschichte hat alles, was man heute von einem Krimi erwartet. Spionage, Atombomben und die Paranoia des kalten Krieges sind dabei ... eine Fülle lebendiger Charaktere und ihre bitteren Rivalitäten treiben die Geschichte voran.“ New Scientist  

„Eine meisterhaft recherchierte Geschichte menschlicher Kämpfe und Errungenschaften, die verwirrende mathematische Debatten auch für absolute Laien verständlich und anschaulich macht.“ The Boston Globe  

„Eine überzeugende und unterhaltsame Verschmelzung von Geschichte, Theorie und Biographie ... McGrayne schafft es, abseitige Mathematik in die Sprache von Laien zu übersetzen.“ Sunday Times   

_____

„Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung. Und was tun Sie?“ John Maynard Keynes   

Sharon Bertsch McGrayne beleuchtet in diesem Buch den langen, oft besessen geführten  Kampf um die Gültigkeit und Anwendbarkeit des heute allgegenwärtigen Bayes-Theorems.  Sie berichtet von der Entdeckung dieser Regel durch den britischen Geistlichen und Amateurmathematiker Thomas Bayes in den 1740er-Jahren und ihrer Weiterentwicklung in eine moderne Form, die fast der heutigen entspricht, durch den französischen Wissenschaftler Pierre Simon Laplace. Sie deckt auf, warum angesehene Statistiker das Theorem 150 Jahre lang mit einem Tabu belegten, während in der gleichen Zeit Praktiker erfolgreich darauf zurückgriffen, um Probleme zu lösen, die mit großen Unsicherheiten und einem Mangel an Informationen einhergingen. Eine wichtige Rolle spielte dabei Alan Turing, als er im Zweiten Weltkrieg den deutschen Enigma-Code knackte. McGrayne erklärt schließlich, wie mit dem Aufkommen der immer preiswerter und für alle verfügbaren Computertechnologie in den 1980er-Jahren ein ganz neues Zeitalter für das Bayes-Theorem anbrach. Heute spielt es in Wissenschaft, Technik und Gesellschaft nahezu überall eine Rolle – ob es nun um die Entschlüsselung der DNA, das Börsengeschehen oder die Terrorabwehr geht.   

Das Buch, das sich auf Originalquellen wie auch auf Interviews mit Statistikern und anderen Wissenschaftlern stützt, beleuchtet auf fesselnde Weise, wie ein auf den ersten Blick simples mathematisches Theorem eine der größten Kontroversen aller Zeiten auslöste. McGrayne macht darin ein spannendes Stück Wissenschaftsgeschichte zugänglich und anschaulich.

Keywords

Bayes Bayes-Theorem Kryptographie Laplace Wahrscheinlichkeitstheorie bedingte Wahrscheinlichkeit

Authors and affiliations

  • Sharon Bertsch McGrayne
    • 1
  1. 1.Yale University PressNew HavenUSA

Bibliographic information