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Hirnforschung in Deutschland 1849 bis 1974

Briefe zur Entwicklung von Psychiatrie und Neurowissenschaften sowie zum Einfluss des politischen Umfeldes auf Wissenschaftler

  • Jürgen Peiffer

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages i-xi
  2. Einleitung

    1. Front Matter
      Pages 1-1
    2. Jürgen Peiffer
      Pages 3-11
  3. Das Spektrum der Themen und Problemkreise

  4. Briefbestand

  5. Kurzbiographien

    1. Front Matter
      Pages 1047-1047
  6. Back Matter
    Pages 1127-1196

About this book

Introduction

Über 2000 in zahlreichen Archiven des In- und Auslandes gesammelte Briefe aus dem Zeitraum 1849 bis 1974 werden in Form von Regesten mit kurzen Inhaltsangaben und Originalzitaten tabellarisch dargestellt und 277 besonders bedeutungsvolle Briefe im Volltext wiedergegeben.  Eine ausführliche Kommentierung führt in die Vielfalt von Themen ein. Das thematische Spektrum der sich in den Briefen spiegelnden Hirnforschung reicht von der vergleichenden Anatomie (niedere Tiere - Affen - Menschen) über die Grundlagen der Neurologie und Psychiatrie. (Lokalisationslehre, Elektrodiagnostik, bildgebende Verfahren. ) bis zu Fragen nach dem Wesen von Bewusstsein oder Seele, also bis in die Randgebiete der Philosophie, hier speziell bis zu K. Jaspers, N. Hartmann und M. Heidegger.  Die Briefe bieten einen Einblick  in die Entstehung neuer Konzeptionen, in kritische, gelegentlich auch polemische Auseinandersetzungen zwischen Wissenschaftlern. Hierzu gehören auf der ideengeschichtlichen Seite beispielsweise die Neuronentherorie, die Elitehirnforschung, die Fragen nach den Ursachen besonderer Verletzlichkeit einzelner Hirngebiete (Hippocampus) oder die Bedeutung des Riechhirns. Nicht nur derat wissenschaftsgeschichtliche Fragestellungen machen die Briefe zu einer historisch interessanten Quelle, sondern auch das Verhalten der Wissenschaftler zueinander und der Einfluss, den das politische Umfeld auf die Forschungstätigkeit und die Themenwahl ausübt. Insofern sind Stichwörter in den Briefen und deren Kommentierung auch Kriegsforschung, Antisemitismus, Eugenik, Euthanasie, Zwangsemigration, Fächerkonkurrenz, Kampf um Institutionen, aber auch um  Prioritäten. Bemerkenswert ist der enge Kontakt der international maßgebenden Forscher vor allem vor dem ersten Weltkrieg, nicht unproblematisch die Wiederaufnahme von Kontakten nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Die Sammlung bietet insofern auch dem Zeitgeschichtler und  Soziologen neue Aspekte.

Keywords

Bewusstsein Biographie Hirnforschung Krankheitslehre Nervensystem Neurologie Neurowissenschaft Psychiatrie Zwang

Authors and affiliations

  • Jürgen Peiffer
    • 1
  1. 1.Nervenarzt und Neuropathologeo. em. Univ. ProfessorTübingen

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-18650-9
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004
  • Publisher Name Springer, Berlin, Heidelberg
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-642-62221-2
  • Online ISBN 978-3-642-18650-9
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