Die Erwerbsbeteiligung von Müttern: Institutionelle Steuerung oder kulturelle Prägung?

Eine empirische Untersuchung am Beispiel von Belgien, Westund Ostdeutschland

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  • Dina Hummelsheim

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Introduction

Die Studie geht der Frage nach, in welchem Ausmaß die Erwerbsbeteiligung von Müttern von kulturellen Familienleitbildern einerseits und von familienpolitischen Maßnahmen andererseits geprägt wird. Im Rahmen eines Ländervergleichs zwischen Belgien, West- und Ostdeutschland werden Unterschiede im Hinblick auf das Wohlfahrtsregime, die familienpolitischen Maßnahmen und die kulturellen Leitbilder dargestellt. Die empirische Untersuchung wird mithilfe der Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und der Panelstudie belgischer Haushalte (PSBH) durchgeführt (Beobachtungszeitraum 1992-2003). Die Ergebnisse zeigen, dass trotz des gut ausgebauten Kinderbetreuungssystems in Belgien, sowohl ost- als auch westdeutsche Mütter langfristig höhere Erwerbswahrscheinlichkeiten besitzen. Die Ursache dafür ist im kulturellen Kontext zu sehen, der in Belgien am deutlichsten auf das traditionelle Familienmodell abzielt. Die Untersuchung veranschaulicht sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen familienpolitischer Intervention.

Keywords

Erwerbsbeteiligung Erwerbsverhalten Familienpolitik Geschlecht Geschlechterkultur Geschlechterrolle Mütter Müttererwerbstätigkeit Ostdeutschland Wohlfahrt

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-531-91827-3
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2009
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Humanities, Social Science (German Language)
  • Print ISBN 978-3-531-16318-5
  • Online ISBN 978-3-531-91827-3
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