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© 2000

Die Logik des Parasitären

Literarische Texte Medizinische Diskurse Schrifttheorien

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Table of contents

  1. Front Matter
    Pages i-viii
  2. Einleitung

    1. Claudia Jost
      Pages 1-36
  3. Schrifttheorien des Parasitären

    1. John Austin, Sigmund Freud, Jacques Derrida
      Pages 37-65
    2. Sigmund Freud, Jean Hyppolite
      Pages 65-101
    3. Franz Kafka, Alfred Jarry, Michel Foucault
      Pages 101-126
  4. Die Frage der conditio humana

    1. Emmanuel Lévinas, Etienne Balibar
      Pages 127-146
    2. Jacques Lacan, Slavoj Žižek, Hannah Arendt
      Pages 146-195
  5. Das Naturgesetz des Menschen

    1. Claudia Jost
      Pages 196-262
    2. Claudia Jost
      Pages 263-312
  6. Vom Begehren zum Parasitären

    1. Franz Kafka, Friedrich Hölderlin
      Pages 313-330
    2. Daniel P. Schreber, Franz Kafka
      Pages 331-350
    3. Daniel P. Schreber, Franz Kafka, Friedrich Schiller
      Pages 350-369
    4. Roland Barthes, Bruno Schulz
      Pages 370-378
  7. Ästhetik der Selbstzerstörung

    1. Claudia Jost
      Pages 379-387
  8. Back Matter
    Pages 388-412

About this book

Introduction

Der Parasit ist ein Mitessender, der vom Gast zum Gehassten herabsinken, der, eben noch Freund, unversehends zum Feind werden kann. Was hat dieser Umschlag mit der Logik des Parasitären selbst zu tun? Im Anschluß an Jacques Derrida, der seine eigene Arbeit als »Parasitologie« bezeichnet und eine Theorie des Parasiten entworfen hat, stellt sich die Frage nach jener parasitären Beutungssabotage, die das Sprachgeschehen als solches dirigiert. Inwiefern kann die Sprache zugleich »der Güter Gefährlichstes« sein? Mit dem Parasitären wird nicht nur jede Logik untergraben, die davon ausgeht, dass das Böse schlicht das Gegenteil des Guten sei. Vielmehr offenbart sich hier auch ein unerhörtes Problem: Der Gipfel des Bösen kann gerade ein Verbrechen sein, das vor aller Augen zum ethischen Prinzip avanciert. Jene Möglichkeit, die im Gesetz selbst haust, ist Thema dieser Arbeit. Das Textcorpus umfasst literarische Texte von Schiller, Hölderlin, Jarry, Schreber, Kafka, Bruno Schulz und Artaud; schrifttheoretische, psychoanalytische und philosophisch-ethische Ansätze nach Derrida, Saussure, Austin, Freud, Lacan, Zizek, Arendt, Lévinas und Balibar; antisemitische Schriften, die den Topos des »jüdischen Parasiten« verhandeln; informationstheoretische Konzepte zu Viren und Parasiten; sowie juristische und medizinsemiotische Argumente zur Rechtsfähigkeit der Leiche, zur Lebensgrenze und zur Nichtigkeit des Körpers im Gesetz.

Keywords

Jacques Derrida Literarischer Text Philosophie Saussure Schiller Sprache Text Thema

About the authors

Die Autorin: Claudia Jost studierte Germanistik, Politische Wissenschaften und Soziologie in Freiburg und Hamburg. Mit vorliegender Arbeit promovierte sie 1998 im Fach Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Hamburg. Lehrt zu Schrift- und Medientheorien, zur Konstituierung des Körpers zwischen Gesetz und Naturgesetz, zu jüdischer Texttradition und Psychoanalyse. 1998 und 1999 Visiting Scholar an der Johns Hopkins University, Baltimore, und an der University of Chicago. Derzeit Habilitationsschrift über Hannah Arendt, Elias Canetti und Emmanuel Lévinas.

Bibliographic information

  • Book Title Die Logik des Parasitären
  • Book Subtitle Literarische Texte Medizinische Diskurse Schrifttheorien
  • Authors Claudia Jost
  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-476-02696-5
  • Copyright Information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000
  • Publisher Name J.B. Metzler, Stuttgart
  • eBook Packages J.B. Metzler Humanities (German Language)
  • Softcover ISBN 978-3-476-45233-7
  • eBook ISBN 978-3-476-02696-5
  • Edition Number 1
  • Number of Pages VIII, 412
  • Number of Illustrations 0 b/w illustrations, 0 illustrations in colour
  • Topics Literary Theory
    Modern Philosophy
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