Tag und Woche, Monat und Jahr

Eine Kulturgeschichte des Kalenders

  • Authors
  • Rudolf Wendorff

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-6
  2. Rudolf Wendorff
    Pages 7-21
  3. Rudolf Wendorff
    Pages 22-45
  4. Rudolf Wendorff
    Pages 46-69
  5. Rudolf Wendorff
    Pages 70-92
  6. Rudolf Wendorff
    Pages 93-109
  7. Rudolf Wendorff
    Pages 110-133
  8. Rudolf Wendorff
    Pages 134-150
  9. Rudolf Wendorff
    Pages 151-163
  10. Rudolf Wendorff
    Pages 164-186
  11. Rudolf Wendorff
    Pages 187-201
  12. Rudolf Wendorff
    Pages 202-213
  13. Rudolf Wendorff
    Pages 214-219
  14. Back Matter
    Pages 220-222

About this book

Introduction

Zum System der Zeitgliederung Das allgemein gültige Symbol für Zeit ist für uns heute die Uhr. Fast jeder im Gebiet der westlichen Zivilisation besitzt eine oder gar mehrere. Immer wieder schauen wir auf die Uhr, urn unser tägliches Leben nach Stunden und Minuten einzuteilen. Sie ist ein unentbehrliches Hilfsmittel für Menschen in einer höher entwickelten Zivilisation mit hochgradiger Arbeitsteilung, viel Mobilität und einer in­ tensiven Vernetzung aller Lebensbereiche. Die Individuen sind bei höherem Wohlstand, mehr Privatzeit und gröBerer Wahlfreiheit in ihrer Lebensgestaltung selbstbewuBter und anspruchsvoller geworden in der Tendenz, ihr jeweils ei­ genes Leben zu führen. Lebten die Menschen früher in ihren sozialen und regionalen Bindungen relativ uniform, so suchen heute viele ihre eigenen Wege; sie streben aus­ einander. Damit trotzdem das Zusammenwirken und Zu­ sammenspiel in der gröBeren Gemeinschaft funktioniert, bedarf es der Synchronisation. Dazu verhilft uns im Alltag die Uhr. Sie ist heute perfekt und preiswert, hat nach vielen Jahrhunderten ihre optimale Form gefunden. Neben der Uhr ist das andere traditionelle Mittel der Zeitgliederung, der Kalender, etwas in den Schatten gerückt. Zwar hat auch er einen Siegeszug zu universeller Verbrei­ tung durchlaufen, und nie zuvor war er so wichtig und allgegenwärtig wie heute. Aber er ist stiller, selbstverständ­ licher. Der Blick auf seine Termine ist nicht so aufregend, 7 wie wenn wir auf die Uhr sehen und etwa feststellen, daB wir uns beeilen müssen, urn pünktlich zur Arbeit zu kom­ men, Zug oder Flugzeug zu erreichen.

Keywords

Arbeit Arbeitsteilung Evolution Ideen Kultur Kulturgeschichte Mobilität Zivilisation

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-99877-4
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1993
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12417-9
  • Online ISBN 978-3-322-99877-4
  • About this book