Lebenslanges Lernen Mögliche Bildungswelten

Erwachsenenbildung, Biographie und Alltag

  • Authors
  • Jochen Kade
  • Wolfgang Seitter

Part of the Studien zu Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung book series (SZEUB, volume 10)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-12
  2. Theoretisches Programm und Forschungspraxis

    1. Front Matter
      Pages 13-13
    2. Jochen Kade, Wolfgang Seitter
      Pages 15-21
    3. Jochen Kade, Wolfgang Seitter
      Pages 23-37
  3. Lebenslanges Lernen als Moment unterschiedlicher Lebensgestalten — Fallanalysen, Fallreihen, Fallvergleiche

  4. Langjährige Funkkollegteilnahme als selbstorganisierter Lernprozeß

    1. Front Matter
      Pages 155-158
    2. Jochen Kade, Wolfgang Seitter
      Pages 213-229
  5. Subjektkonstitution, Bildungsgestalten, lebenslanges Lernen

    1. Jochen Kade, Wolfgang Seitter
      Pages 231-255
  6. Back Matter
    Pages 257-263

About this book

Introduction

2 auf ihr theoretisches und normatives Potential hin abzuklopfen. Uns scheint es sinnvoll, die normative Frage nach den Möglichkeiten anderer, besserer Bildungswelten nicht direkt anzugehen, sondern über einen Umweg, nämlich über die empirische Erforschung der Pluralität gegenwärtiger, historisch möglicher Bildungswelten. Erst deren Rekonstruktion macht den Blick für mögliche Zukünfte offen. Die Vielschichtigkeit der Welt ernst zu nehmen mit der Möglichkeit, aus den gegebenen Elementen immer neue Kombinatio­ nen und Ordnungen herzustellen, ist auch einer Vorschläge, die Italo Calvino für das nächste Jahrtausend macht: "Wer sind wir denn, wer ist denn jeder von uns, wenn nicht eine Kombination von Erfahrungen, Informationen, Lektü­ ren und Phantasien? Jedes Leben ist eine Enzyklopädie, eine Bibliothek, ein Inventar von Objekten, eine Musterkollektion von Stilen, worin alles jeder­ zeit auf jede mögliche Weise neu gemischt und neu geordnet werden kann" (Calvino 1991, S. 165). 3 2 So bestimmen Christian Lüders und Michael Winkler die Sozialpädagogik als einen "Thematisierungsansatz für die individuelle und soziale Interpretation möglicher Bil­ dungsgeschichten" (Lüders/Winkler 1992, S. 368). 3 V gl. auch die etwas technischere Rede von der "Bastelexistenz" des Menschen von Ronald Hitzier und Anne Honer (1994) aus der Sicht der Individualisierungstheorie. I. Teil: Theoretisches Programm und Forschungspraxis 15 Erstes Kapitel: Lebenslanges Lernen - Theorie-und Forschungsprogramm 1. Lebenslanges Lernen zwischen pädagogischem Diskurs, institutionellem Angebot und individueller Aneignung Seit den 1960er Jahren nimmt der Begriff des lebenslangen Lernens in der erwachsenen bildnerischen Diskussion eine prominente Stellung ein.

Keywords

Erwachsene Freizeit Individualisierung Institution Macht Nation Phantasie Sozialpädagogik lebenslanges Lernen

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-99724-1
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1996
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-8100-1557-0
  • Online ISBN 978-3-322-99724-1
  • About this book