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Bürgerinitiativen und repräsentatives System

  • Bernd Guggenberger
  • Udo Kempf

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-7
  2. Vorbemerkung

    1. Bernd Guggenberger, Udo Kempf
      Pages 9-22
  3. Bürgerinitiativen — das ideenpolitische Umfeld

    1. Bernd Guggenberger
      Pages 23-56
    2. Winfried Steffani
      Pages 57-82
    3. Sebastian Haffner
      Pages 83-95
  4. Bürgerinitiativen — die demokratietheoretische und verfassungspolitische Dimension des Phänomens

  5. Bürgerinitiativen — soziologische und sozialisationstheoretische Aspekte

  6. Institutionalisierungstendenzen und parallele Entwicklungsformen

  7. Literaturüberblick — Literaturverzeichnis

    1. Wolfgang Welz
      Pages 436-440
  8. Back Matter
    Pages 441-484

About this book

Introduction

Einem oberflächlichen Betrachter bietet die Bundesrepublik noch immer das Bild einer geradezu mustergültigen repräsentativen Partei­ endemokratie: Sie hat von Bundestagswahl zu Bundestagswahl eine im Vergleich zu den übrigen westlichen demokratischen Staaten weit überdurchschnittliche Wahlbeteiligung aufzuweisen (bei der Bundes­ tagswahl 1976 von 90,7 % bzw. 1980 von 88,6 %,1983 lag sie bei 89,1 %); der Orientierungstrend der politischen Parteien geht deutlich zur Mitte; der wendige, ideologisch nicht fixierte, politisch "bewußte" und urteilsfähige Wechselwähler ist "König", ist vielumworbener Adressat parteiprogrammatischer Erklärungen und Verlautbarungen, die sich, mangels ernstzunehmender Konkurrenz auf der Rechten wie auf der Linken, vor allem an die "denkende Minderheit" in der Mitte des politischen Spektrums wenden, weil nur hier Stimmen zu holen sind. Wie stark die Mechanismen der Konkurrenzdemokratie den Trend zur Mitte und damit die zwangsläufige Verengung des parteiprogrammatischen Spektrums begünstigen, wird aus der relativen Chancenlosigkeit der nicht im Parlament vertretenen Außenseiterparteien ersichtlich, die es bei der Bundestagswahl1976 zusammen auf noch nicht einmal ein Stimmprozent brachten. Selbst die Wahlergebnisse der Grünen von 1980 0,5 %) ändern daran nichts. 99,1 bzw. 98,1 Prozent der bundesdeutschen Wähler votierte 1976 bzw. vier Jahre später für die drei "etablierten" Parteien CDU/CSU, SPD, FDP. Erst im März 1983 verschoben sich diese Zahlen geringfügig durch den Einzug der Grünen in den Bundestag (5,6 %). Wer außer professionellen Schwarzsehern wollte angesichts solch geradezu überwältigender wahl-empirischer Vertrauensbeweise die Stabilität dieser zweiten deutschen Demokratie ernstlich in Zweifel ziehen? Wer könnte mit Fug und Recht den Parteien staat in einer . .

Keywords

Beteiligung Bundestag Demokratie Gender Institution Institutionalisierung Kommunalpolitik Organisation Parlament Parteien Struktur Umwelt Verband Verfassung Vertrauen

Editors and affiliations

  • Bernd Guggenberger
    • 1
    • 2
  • Udo Kempf
    • 3
  1. 1.Heisenberg-StipendiumUniversität BielefeldDeutschland
  2. 2.Abt. Vechta.Universität OsnabrückDeutschland
  3. 3.Pädagogischen Hochschule FreiburgDeutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-99364-9
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1978
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-11421-7
  • Online ISBN 978-3-322-99364-9
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