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Die literarische Moderne in Europa

Band 1: Erscheinungsformen literarischer Prosa um die Jahrhundertwende

  • Editors
  • Hans Joachim Piechotta
  • Ralph-Rainer Wuthenow
  • Sabine Rothemann

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-7
  2. Roy C. Cowen
    Pages 68-111
  3. Ralph-Rainer Wuthenow
    Pages 112-135
  4. Theo Meyer
    Pages 136-170
  5. Helga Schwalm, Dietrich Schwanitz
    Pages 171-184
  6. Verena Olejniczak
    Pages 219-242
  7. Martina Wedekind
    Pages 243-252
  8. Fritz Senn
    Pages 253-271
  9. Albert Gier
    Pages 272-286
  10. Angelika Corbineau-Hoffmann
    Pages 287-298
  11. Helmut Meter
    Pages 299-308
  12. Helmut Pfeiffer
    Pages 309-333
  13. Rudolf Behrens
    Pages 334-356
  14. Ortrud Gutjahr
    Pages 370-397
  15. Rolf Günter Renner
    Pages 398-415
  16. Peter V. Zima
    Pages 430-451
  17. Günter Samuel
    Pages 452-473
  18. Sabine Rothemann
    Pages 474-502
  19. Gilbert Carr
    Pages 503-517
  20. Back Matter
    Pages 518-528

About this book

Introduction

Eine Geschichte der europäischen Literatur der Moderne ist etwas anderes als eine Ge­ schichte der modernen europäischen Literatur. Nicht, was man oft unbestimmt 'moderne Literatur' im Sinn der neuzeitlichen, gar der Gegenwart zugehörigen Literatur nennt (dies im Gegensatz zur älteren, der der Aufklärung, der sog. Klassik, der Romantik etc.) ist der Gegenstand, der hier in einem Gemeinschaftswerk zur Debatte gestellt wird, sondern die der Modeme, die weit in das 19. Jahrhundert zuriickreicht, wie es umgekehrt zeitgenössische Werke gibt, die, ohne deswegen auch als mißlungen gelten zu müssen, nicht als 'modem' bezeichnet werden können. Das hat einerseits mit dem Verlust von literarischer Tradition, von Verbindlichkeit der klassischen topoi, Sinnstiftung, der Bedeutung von Mimesis, Programatik, Didaxe, Weltanschauung, Weltvergegenwärtigung und generalisierender Zeitkritik zu tun, an­ dererseits aber mit zunehmender Fremdheit, Künstlichkeit, ja Bedrohlichkeit der Welt­ verhältnisse, mit der Verabschiedung des überkommenen 'Schönen' und der Verselb­ ständigung der Kunst, der Umgestaltung der langgültigen Vorstellungen von Kunstwerk und Künstler, mit der Verfügbarkeit der Zeichen, die nicht mehr auf ein Bezeichnetes hin verbindlich ausgerichtet sind. Nur so wird verständlich, was Friedrich Nietzsche als " Artistenmetaphysik" bezeichnet hat, die weitereichende Nachwirkung Arthur Schopenhauers, die neue Sehweise in der Malerei des 20. Jahrhunderts, die "Ästhetik der neuen Tonkunst", die ihres einst scheinbar festen Grundes nicht mehr gewisse Erzählhaltung. Das Subjekt selbst ist so wenig fest­ gelegt, wie die Dinge noch als feststellbar gelten dürfen; das eine droht wie das andere zu verschwinden.

Keywords

Aufklärung Entwicklung Europa Handlung IRA Individuum Moderne Nation Produktion Roman Stiftung Verlust Vorstellung Wahrnehmung Wende

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-93604-2
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1993
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12511-4
  • Online ISBN 978-3-322-93604-2
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