Individualisierung und soziale Integration

Zur Entwicklung der Sozialstruktur und ihrer Integrationsleistungen

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  • Julia Simonson

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Introduction

Die aktuelle Diskussion um die Individualisierung moderner Gesellschaften wird (nicht nur) in der Soziologie kontrovers geführt. Eine häufig formulierte Annahme lautet, dass die zunehmende Überschneidung sozialer Kreise und die Ausdifferenzierung von Lebenslagen die vergesellschaftende Prägekraft sozialstruktureller Dimensionen mindert. Die empirische Evidenz ist allerdings nicht eindeutig.

Julia Simonson überprüft anhand von Längsschnittuntersuchungen zwei Implikationen der Individualisierungsthese: die Annahme eines im Zeitverlauf sinkenden Einflusses sozialstruktureller Merkmale auf Handeln und Einstellungen sowie die These einer sich ausdifferenzierenden Sozialstruktur. Im Mittelpunkt stehen einerseits klassische Statusdimensionen wie Bildung, Beruf und Einkommen und andererseits Dimensionen der sozialen Integration wie politische Partizipation, die Einstellung zu demokratischen Institutionen und Mitgliedschaften in Vereinen und Gewerkschaften. Es entsteht ein heterogenes Bild, das die Gültigkeit der formulierten Individualisierungsannahme zumindest in einigen der untersuchten Bereiche infrage stellt.

Keywords

Individualisierungsannahme Integration, soziale Mehrebenenanalyse Partizipation Sozialforschung Statuskonsistenz Struktur

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-81336-7
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 2004
  • Publisher Name Deutscher Universitätsverlag
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-8244-4572-1
  • Online ISBN 978-3-322-81336-7
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