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Vom Gemeingeist zum Habitus: Husserls Ideen II

Sozialphilosophische Implikationen der Phänomenologie

  • Emanuele Caminada

Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 225)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XIX
  2. Emanuele Caminada
    Pages 1-8
  3. Die Region „Bewusstsein“

    1. Front Matter
      Pages 9-9
    2. Emanuele Caminada
      Pages 11-49
  4. Die Region „Natur“

  5. Die Region „Gemeingeist“

    1. Front Matter
      Pages 121-121
    2. Emanuele Caminada
      Pages 123-162
    3. Emanuele Caminada
      Pages 179-216
    4. Emanuele Caminada
      Pages 217-264
    5. Emanuele Caminada
      Pages 265-335
  6. Fazit

    1. Front Matter
      Pages 337-337
    2. Emanuele Caminada
      Pages 339-353
  7. Back Matter
    Pages 355-375

About this book

Introduction

Dieses Buch bietet die erste systematische Interpretation von Husserls Ideen für eine reine Phänomenologie und phänomenologische Philosophie anhand der neuen kritischen Edition von Ideen II (Hua IV/V).

Es ermöglicht eine phänomenologische Auslegung des allgemein-metaphysischen Problems, wie physische, mentale und soziale Tatsachen zusammenhängen.

Das Buch diskutiert und interpretiert detailliert einige von Husserls zentralen Konzeptionen und zeigt die Konsequenzen seines Denkansatzes und seiner Theorieentwicklung. Natur und Gemeingeist sind Husserl zufolge die Grundbegriffe der naturalistischen und der personalistischen Einstellungen und dienen als Leitfaden der Unterscheidung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. In der kritischen Auseinandersetzung mit diesem wissenschaftstheoretischen Dualismus führt Husserl den Habitus-Begriff methodisch ein, um das Verhältnis von Natur- und Sozialontologie aus der konkreten Erfahrung heraus phänomenologisch neu zu deuten, womit der spätere, anti-dualistische Weg der Lebensweltphänomenologie vorbereitet wird.

In Husserls Studien zur Regionalontologie des Gemeingeistes rückt das konkrete Subjekt in den Vordergrund der Intentionalitätsanalyse, indem die sinntragenden Elemente der Inaktualitität auf Habitualisierungsprozesse und die Intersubjektivität auf Sozialisierungsstufen zurückgeführt werden.

Dank der durch den Habitus-Begriff ermöglichten klaren Unterscheidung zwischen konstituierender Aktualität und konstitutiver Relevanz des inaktuellen Horizonts kann Husserls Philosophie des Geistes als individualistisch und holistisch zugleich gelten. Dieser ontologischen Position entspricht auch Husserls sozialepistemologische Ansicht, dass sich Wissenschaften erst im Rahmen idealisierter Sozialstrukturen entfalten können. Durch diese idealisierenden Operationen wird die Konstitution der Objektivität möglich, welche die Wissenschaften anstreben. Deren Rationalität ist deshalb in ihren konkreten und idealisierten Sozialitätsstufen und Habitualitäten zu befragen.

Keywords

Die Phänomenologie und die Fundamente der Wissenschaften Geistige Welt Gemeingeist Habitus Husserls Ideen Kollektive Intentionalität Naturalistische Einstellung Natürliche Einstellung Personalistische Einstellung Phänomenologische Einstellung Phänomenologische Philosophie Phänomenologische Sozialontologie Untersuchungen zur Konstitution

Authors and affiliations

  • Emanuele Caminada
    • 1
  1. 1.Husserl ArchivesKU LeuvenLeuvenBelgium

Bibliographic information