Anspruch und Rechtfertigung

Eine Theorie des rechtlichen Denkens im Anschluss an die Phänomenologie Edmund Husserls

  • Sophie Loidolt

Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 191)

About this book

Introduction

Anspruch und Rechtfertigung entwickelt eine phänomenologische Theorie des ‘rechtlichen Denkens’. Dabei handelt es sich um eine erste systematische Untersuchung derjenigen Bewusstseinsstrukturen, die ein Begründen, Ausweisen und Rechtfertigen überhaupt erst ermöglichen.

Die grundlegende Frage ist, wie Rechtsansprüche, die sowohl erkenntnistheoretischen als auch ethischen Urteilen inhärent sind, als ein Grundmerkmal des Erfahrens verstanden werden können. Die vorliegende These gibt eine genetische Antwort auf diese Frage. Sie führt den Rechtscharakter im Denken auf einen ursprünglichen Anspruch zurück, dem Bewusstsein im Erfahren immer schon ausgesetzt ist. Rechtliche Strukturen müssen daher als eine prädikative Antwort auf ein vorprädikatives Angesprochen-Sein begriffen werden.

Das vorliegende Buch untersucht sowohl den ethischen als auch den erkenntnistheoretischen Bereich, wobei Husserls genetische Phänomenologie in Erfahrung und Urteil den methodischen Hintergrund bildet. Es bietet außerdem eine neue und umfassende Lektüre von Husserls Schriften zur Ethik, sowie einen kritischen Dialog mit der Alteritätsethik von Levinas und der Diskursethik Apels.

Keywords

Begriff Edmund Husserl Emmanuel Lévinas Erfahrung Erkenntnis Intersubjektivität Lebenswelt Martin Heidegger Max Scheler Menschenrechte Phänomenologie Verantwortung Vernunft Verstand erkenntnistheoretisches Problem

Authors and affiliations

  • Sophie Loidolt
    • 1
  1. 1.University of ViennaAustria

Bibliographic information