Lanxess zeigt Pkw-Sitzschale aus Hochleistungscomposite Tepex

Glasfaserverstärkter Thermoplast

Die Sitzschale im Opel Astra OPC zeigt eine hohe Steifigkeit sowie eine sehr hohe Festigkeit und kann daher im Fall eines Crashs besonders viel Energie aufnehmen. Die Pkw-Sitzschale wird erstmals in Verbundbauweise aus einem mit Endlosglasfasern verstärkten thermoplastischen Composite hergestellt. Verwendet wird dabei Tepex dynalite 102-RG600(2)/47%-1,0mm der Lanxess-Tochter Bond-Laminates. Präsentiert wurde die Sitzschale auf der Messe K 2013 in Düsseldorf.

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Das Hochleistungscomposite Tepex dynalite hat eine Thermoplastmatrix auf Basis von Polyamid 6, die mit 47 Vol.-% Endlosglasfasern in Form von zwei Gewebelagen verstärkt ist. Zur Herstellung der Sitzschale wird das plattenförmige Composite-Halbzeug erwärmt, in einem Spritzgießwerkzeug positioniert, darin verformt und direkt mit kurzglasfasergefülltem Polyamid 6 überspritzt, um Verstärkungsrippen und Funktionen, wie etwa Aufnahmen für Befestigungselemente, zu integrieren, heißt es. Dieser One-Shot-Prozess trage unter anderem dazu bei, dass die Sitzschale wirtschaftlich gefertigt werden könne. Die mechanischen Eigenschaften des Composite-Verbundes erlaubten zudem eine kompakte Konstruktion der Sitzschale mit geringen Wanddicken. Dadurch sei es möglich gewesen, die engen Vorgaben an den Bauraum zu erfüllen. Als vorteilhaft soll sich darüber hinaus das Drapierverhalten von Tepex erwiesen haben. Denn die Geometrie der Sitzschale habe große Tiefziehverhältnisse zur Folge. Hersteller der Sitzschale ist das Unternehmen Reinert Kunststofftechnik, das das Bauteil gemeinsam mit Opel, Bond-Laminates, der SeaTcon und SedisTec sowie Maier Formenbau zur Serienreife brachte.

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Lanxess zeigt Pkw-Sitzschale aus Hochleistungscomposite Tepex. Lightweight Des 6, 9 (2013). https://doi.org/10.1365/s35725-013-0294-5

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