Leichte Kapselung hält Motor länger auf Betriebstemperatur

Röchling Automotive

Automobilzulieferer Röchling Automotive hat für eine bessere thermische Dämmung des Motorraums ein neues, mehrschichtiges Kapselungsverfahren entwickelt. Das Konzept des Verfahrens basiert auf der Verwendung von Low Weight Reinforced Thermoplastics (LWRT). Das bis zu 15 mm starke LWRT-Material namens Isoraloft bietet laut Röchling mit seiner Sandwichstruktur einen extra hohen thermischen Isolationseffekt bei niedrigem Bauteilgewicht. Für ein optimiertes Thermomanagement im Motorraum sorgten rundum montierte LWRT-Schottwände. Um eine bessere Wirksamkeit zu entfalten, ergänzt Röchling diese durch zusätzliche Bauteile, wie eine Motorabschirmung aus thermoakustisch hochwirksamem Material und steuerbare Luftklappen.

In der Summe verzögere eine solch umfassende Kapselung die Abkühlrate deutlich, betonen die Ingenieure. So hätten Tests nachgewiesen, dass über eine Zeitspanne von sieben Stunden bis zu 10 K Wärmeerhalt mehr im Motorraum möglich sind als ohne Dämmung. Folglich werde der Motor seltener kalt gestartet, könne energieeffizienter arbeiten und produziere durch einen geringeren Kraftstoffverbrauch weniger Schadstoffe. Mithilfe zusätzlicher Sperr- oder Aluminiumfolien ließen sich das Produkt kundenspezifisch flexibel anpassen und gezielt Funktionen, wie die akustische Dämmung, verstärken oder erweitern. Um die thermische Isolationswirkung weiter zu verbessern, sei eine Bauteilstärke von zukünftig bis zu 20 mm erklärtes Ziel der Ingenieure.

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Leichte Kapselung hält Motor länger auf Betriebstemperatur. Lightweight Des 6, 8 (2013). https://doi.org/10.1365/s35725-013-0292-7

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