Unterrichtswissenschaft

, Volume 46, Issue 1, pp 1–5 | Cite as

Berufliche Bildung im Spiegel der Zuwanderung von Geflüchteten und Migranten

Editorial
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1 Berufliche Bildung im Spiegel der Zuwanderung von Geflüchteten und Migranten

Die soziale, kulturelle und ökonomische Infrastruktur Deutschlands stehen derzeit insbesondere auch aufgrund der hohen Zuwanderung von Geflüchteten und Migranten vor größten Herausforderungen. Neben dem Spracherwerb ist die Integration in den Arbeitsmarkt eine zentrale Voraussetzung einer gelingenden Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Es sind vor allem syrische, afghanische und irakische Zugewanderte im Alter von 16 bis 35 Jahren, die den größten Teil dieser Gruppe stellen (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2016; BiBB 2017), aber nach Umfragen und Schätzungen noch nicht über einen vollqualifizierenden Berufsabschluss verfügen (Brücker 2016; Maier et al. 2016; Worbs und Bund 2016). Somit ist anzunehmen, dass entsprechende Bildungsleistungen in Deutschland nachgefragt werden. Zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang diese Nachfrage allerdings eintritt, darüber liegen derzeit jedoch noch so gut wie keine belastbaren Kenntnisse vor (Deutscher Bundestag 2016). Erste annahmebasierte Modellrechnungen deuten darauf hin, dass etwa 50 % der Zugewanderten über 17 Jahre eine Berufsausbildung absolvieren wollen. Diese berufliche Aspiration wird dabei als Wunsch interpretiert, eine Berufsausbildung nach BBiG/HwO aufzunehmen, weil dieses in Deutschland die verbreitetste Form der Berufsausbildung ist (BiBB 2017). In einer weiteren Studie wurde ermittelt, dass zwischen 72.000 bis 96.000 Zugewanderte eine duale Ausbildung nachfragen, für die ein Personalbedarf von 2000 bis 2700 Lehrkräften erforderlich würde (Klemm 2016). Diese Informationen leisten wertvolle Hinweise für Bildungsverwaltung und -politik. Für eine konkrete Ausgestaltung unterstützender Maßnahmen bedarf es jedoch detaillierterer Informationen (wie z. B. zu Altersstruktur, Vorbildung, Deutschkenntnissen, Bildungsaspiration, asylrechtlichem Status), die derzeit leider in einer systematischen Form noch nicht vorliegen (BiBB 2017). Relativ solide Kenntnisse haben wir hingegen hinsichtlich des hohen Qualifikationsbedarfes der Betriebe u. a. aufgrund der bevorstehenden Verrentung geburtenstarker Jahrgänge und der damit einhergehenden Herausforderungen zur Sicherung des künftigen Arbeitskräftebedarfs (Maier et al. 2016; BiBB 2017). Ob sich die häufig hiermit verbundene Hoffnung erfüllt, den berufsspezifischen Fachkräftemangel durch die Zugewanderten zu beheben, bleibt weitgehend offen, da Informationen zu konkreten Berufsaspirationen im Hinblick auf Branche, Berufe und Anforderungsniveaus nicht bekannt sind (so werden insbesondere ab 2025 Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und gegebenenfalls einer Weiterbildung insbesondere in den Bereichen der Pflege- und Gesundheitsberufe (ohne Approbation), aber auch im Bereich der Bau- und Metallberufe bzw. in den technischen Berufen fehlen, weniger in den akademischen Berufen) (BiBB 2017; Granato et al. 2016). Erste Analysen weisen darauf hin, dass bei den in den letzten Jahren eingereisten Zugewanderten, vor allem bei den Jüngeren, eine hohe Bildungs- und Erwerbsorientierung gegeben ist (Brücker et al. 2016; BiBB 2017). So gaben zwei Drittel der Geflüchteten an, in der einen oder anderen Form bereits einen Sprachkurs absolviert zu haben (BiBB 2017), und ein nicht unerheblicher Teil (~20 %) der jüngst Zugewanderten gibt an, bereits über einen Hochschulabschluss zu verfügen (Worbs und Bund 2016), an den sie – so kann man erwarten – mit einem akademischen Studium anknüpfen wollen. Umgekehrt könnten Verzerrungen aufgrund von kulturellen Unterschieden (andere Zugangsbedingungen und Ausbildungsgegebenheiten) in den beruflichen Aspirationen gegeben sein. So werden viele berufliche Tätigkeiten in den Herkunftsländern mittels eines Training-on-the-job ausgeübt (BiBB 2017), oder Berufe in den Herkunftsländern haben keine Entsprechung (mehr) zu Erwachsenentätigkeiten auf dem hiesigen Arbeitsmarkt (z. B. Teppichknüpfer, Gerber). Im Herkunftsland waren bereits 73 % (Brücker et al. 2016) erwerbstätig (ca. 30 % als Arbeiter, 38 % als Angestellte, 6 % im Staatsdienst und 30 % als Selbstständige (BiBB 2017 S. 428; Vallizadeh et al. 2016), im Handwerk: 14,9 %, im Dienstleistungsbereich: 9,4 %, im Baugewerbe: 7,7 %, im Handel: 6,3 %, in der Landwirtschaft: 5,8 %, im Kfz-Bereich: 5,2 %, aber auch in Hilfstätigkeiten: 7,9 % (Neske und Rich 2016; BiBB 2017, S. 428)). Von daher sollten die verpflichtenden Integrationsmaßnahmen dazu beitragen, realistische Berufsorientierungen aufzubauen bzw. Verzerrungen zu beheben. Zentral für den Erwerb allgemeiner Berechtigungen im deutschen Bildungssystem, die auch für den Arbeitsmarkt gelten, sind die sogenannten Kulturtechniken wie Mathematik, Deutsch und Englisch sowie abgeschlossene Ausbildungen in anerkannten Ausbildungsberufen. Aufgrund des kurzen Zeithorizonts kann derzeit noch nicht auf Informationen zur gelungenen beruflichen Integration jüngst Zugewanderter zurückgegriffen werden (Vallizadeh et al. 2016), auch zu ihrem Qualifikationserwerb hier in Deutschland gibt es wenig Erkenntnisse (BiBB 2017). Aus Studien zu beruflichen Integrationsprozessen früherer Einwandererkohorten wissen wir, dass der Qualifikationszuwachs nach mehr als 15 Jahren bei circa 10 Prozentpunkten liegt. Dabei hat dieser Zuwachs primär im mittleren Qualifikationsbereich (duale Ausbildung, berufsfachschulische Bildungsabschlüsse) stattgefunden, weniger im hochschulischen Bereich (1 Prozentpunkt) (Fendel und Romiti 2016; BiBB 2017). Ein großer Teil (rund 58 %) der Geflüchteten verfügt nach mehr als 15 Jahren nicht über einen beruflichen Abschluss (Liebau und Salikutluk 2016; BiBB 2017). Entsprechend lag die Beschäftigungsquote der zwischen 1990 bis 2009 nach Deutschland Geflüchteten im Zuzugsjahr bei durchschnittlich 10 %, nach 6 Jahren bei 50 %, nach 10 Jahren bei 60 % und nach 15 Jahren bei 70 %. Diese Quote korrespondiert mit der Beschäftigungsquote anderer Zuwanderer (Brücker et al. 2016; BiBB 2017, S. 428).

Vor diesem Hintergrund der aktuellen Ereignisse und der Erkenntnisse auch aus früheren Migrationswellen ist die berufliche Bildung nicht nur unter einer quantitativen, sondern auch einer qualitativen und zeitlichen Perspektive gefordert. So gilt es, möglichst zeitnah belastbare Daten zu generieren, die für die Ausgestaltung unterstützender (Aus‑)Bildungsstrukturen und -maßnahmen sowie eines Monitoringsystems notwendig sind. Hier stellen sich nicht nur Herausforderungen hinsichtlich der Zugänge (Asyl- und Arbeitsmarktstatistiken oder Strukturierungen nach Aufenthaltsstatus), sondern auch sprachlich-kulturelle Verständnisprobleme bei der Datenerfassung und -analyse (BiBB 2017). Darüber hinaus sind Informationen zu erarbeiten, welche Bildungsaspirationen die Zugewanderten haben bzw. entwickeln. Gleichzeitig sind die Zugewanderten hierbei mit Berufsorientierungsmaßnahmen zu unterstützen, mit deren Hilfe ihnen die Ziele, Funktion und Struktur der deutschen Berufsausbildung sowie des deutschen Arbeitsmarktes erläutert werden können. Darüber hinaus ist die berufliche Bildung auch unter einer fachdidaktischen Perspektive gefordert: so sind berufliche und allgemeine Kompetenzen zu vermitteln oder im Rahmen von Anerkennungsverfahren zu diagnostizieren, um die Qualifikationen vergeben zu können, die notwendig sind, um in den Arbeitsmarkt zu gelangen bzw. den gewünschten Beruf zu ergreifen.

Mit diesem Themenheft greifen wir diese Diskussion auf. Nach einem kurzen Problemaufriss zum Arbeitsmarktzugang bzw. zum Zugang von Flüchtlingen zur beruflichen Bildung und notwendigen Qualifikationsstrukturen diskutieren Winther, Jordanowski und Klotz in ihrem Beitrag Ansätze der Kompetenzanerkennung und -entwicklung bei Flüchtlingen mit ihren Notwendigkeiten, Vorzügen, aber auch Grenzen. Damit entwirft das Autorenteam zugleich ein Rahmenkonzept, das bei der Einordnung der weiteren Beiträge eine Hilfestellung zu leisten vermag.

In der Studie von Weber und Guggemos wird nach der Bildungsbereitschaft und -fähigkeit von Migranten und Geflüchteten gefragt. Zur Beantwortung werden dabei etablierte Berufswahlkonstrukte mit Arbeitsmarktinstrumenten verknüpft, um Einblicke in die berufliche Identität, Adaptabilität und Resilienz der Zugewanderten zu erhalten.

Reinke, Kärner und Heinrichs stellen eine Studie vor, bei der berufsschulpflichtige Asylsuchende und Flüchtlinge in den ersten Wochen eines Betriebspraktikums ein Tagebuch gemäß vorgegebenen Kriterien geführt haben. Dabei können sie zeigen, dass die Bedeutung von Selbstwirksamkeitserwartungen und Basic Needs positiv mit dem Wunsch, in dem jeweiligen Praktikumsberuf auch eine Ausbildung zu absolvieren, korreliert.

Die Studie von Nickolaus, Mokhonko, Behrendt, Vetter und Méliani prüft in einem Experimental‑/Kontrollgruppen-Design, in welchem Maße es gelingt, Migranten über besondere Schulversuche in Mathematik und Lesen sowie berufsfachlich (Metall, Hauswirtschaft) zu fördern. Die durchweg negativen Ergebnisse legen nahe, weitere, noch mehr differenzierende Maßnahmen zu ergreifen.

Die Gruppe der Zugewanderten ist heterogen – vor allem im Hinblick auf Herkunftsland, mitgebrachte schulische und berufliche Qualifikationen und Kompetenzen, sprachliche Kenntnisse, kulturelle Wertvorstellungen, aber auch im Hinblick auf ihre individuellen Fluchterfahrungen und ihre aktuelle Lebenssituation in Deutschland. Damit stellen sich besondere Herausforderungen sowohl für die einzelnen Zugewanderten hinsichtlich ihrer eigenen schulischen und beruflichen Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration als auch für das deutsche (Berufs‑)Bildungssystem mit seinen Akteuren: den Betrieben, die unter den Zugewanderten ihre Fachkräfte rekrutieren und qualifizieren wollen, den beruflichen Schulen, die damit sehr heterogene Klassen unterrichten müssen, den Kammern und Verbänden, die Wege zur Anerkennung von mitgebrachten und informell erworbenen Leistungen erarbeiten und Abschlussprüfungen auf die Arbeitssprache „Deutsch“ transformieren müssen, den Bund, die Länder und Kommunen, die zeitnah nicht nur finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, sondern auch neue Regelungen und Maßnahmen verabschieden müssen, um den Integrationsprozess zu unterstützen. Hieraus ergeben sich neue Forschungsfragen sowohl auf der lehr-lerntheoretischen, fachdidaktischen und entwicklungstheoretischen Ebene als auch im Hinblick auf strukturelle Gelingensbedingungen (BiBB 2017).

Die hier vorgestellten Studien geben wichtige Hinweise auf Bedingungen, die eine Eingliederung von Geflüchteten und Migranten in eine berufliche Ausbildung und in das Erwerbsleben zu unterstützen oder zu beeinträchtigen vermögen. Diese beziehen sich sowohl auf institutionell-politische als auch auf didaktische und entwicklungsbezogene Komponenten in einem weiten Sinne.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Munich School of ManagementLudwig-Maximilians-Universität MünchenMünchenDeutschland

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