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Editorial

  • Heinrich Resch
Editorial
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Editorial

Sehr geehrte Leser, liebe Freunde!

Die vorliegende Ausgabe unseres Journals enthält neben sehr guten Beiträgen über seltene genetische Knochenerkrankungen, Bewegungstherapie bei Osteoporose und einen Überblick über die derzeitige Stellung der Hormontherapie 15 Jahre nach der Women’s-Health-Initiative(WHI)-Studie, die die osteologische Welt damals etwas aus den Fugen gerissen hat.

Weiterhin zeigen wir einen Schritt über die Grenzen, der uns einmal mehr Mut gibt, mit unserem Journal auch auf internationaler Ebene Präsenz zu zeigen.

Auch heuer war es möglich, die Abstracts des 4th Central and Eastern European (CEE) Summit on Bone Diseases, der im Rahmen des Menopausekongresses im Dezember des Vorjahres in Wien abgehalten wurde, sowohl online als auch im vorliegenden Journal zu publizieren. Wie Sie sehen können, gab es an diesem Meeting Präsentationen aus mindestens 5 CEE-Ländern, wobei hier größtenteils hochkarätige Beiträge aus Bratislava, Kiew, Minsk, Ljubljana und Wien präsentiert wurden. In diesem Zusammenhang ist Wien in seiner historischen Rolle ein sehr gern besuchter Ort für unsere Kollegen aus den ehemaligen Ostblockländern. Mittlerweile hat sich die CEE Osteoporosis Summit Group als eine eigene Working Group etabliert und konnte sowohl auf dem European Calcified Tissue Society Congress (ECTS) im Mai 2017 in Salzburg ein eigenes Meeting gestalten als auch auf dem nächsten IOF(International Osteoporosis Foundation)-Kongress in Krakau im April 2018.

Symptomatisch dafür ist auch ein eigener Originalartikel, der die Auswirkungen einer Therapie mit Etidronat auf den Knochen im Tierversuch (östrogendefiziente Ratten) genau beschreibt.

Ein sehr interessanter Artikel von Rudolf Gasser über fibröse Dysplasie, eine sehr oft schon vergessene genetische Knochenerkrankung, zeigt noch einmal die Tücken der Diagnostik der Erkrankung vor allem auch durch die klinische Vielfalt im Erscheinungsbild und die fast fehlende Evidenzlage pharmakotherapeutischer Möglichkeiten auf. Trotzdem ist die fibröse Dysplasie eine Erkrankung, die sich immer wieder unter unser osteologisches Krankengut mischt, und sollte von allen Kollegen immer im Auge behalten werden.

Ein sehr ausführlicher Übersichtsartikel von Elisabeth Preisinger über Bewegungs- und Physiotherapie der Osteoporose subsumiert nicht nur die Evidenzlage dieser Form der Therapie und Vorbeugung bei Osteoporose, sondern versucht auch mechanische Erklärungsmodelle zu vermitteln und natürlich den klinischen Bezug zu betonen.

Letztlich versucht Ewald Boschitsch durch seinen Artikel Klarheit zur Situation des Stellenwertes der Hormontherapie in der Prophylaxe und Behandlung der Osteoporose zu bringen. Er regt uns auch zu etwas diffizilerem Denken an und unterstreicht, dass der Hormontherapie nach wie vor ein gesicherter evidenzbasierter Stellenwert in der Vorbeugung und Behandlung der Osteoporose zusteht.

Diesmal ist es uns, so hoffe ich, gelungen, mit dem breiten Spektrum an Beiträgen eine besonders breite Schicht an Interessenten und Lesern zu treffen und neue Gedanken in der Osteologie zu stimulieren.

In diesem Sinne verbleibe ich,

Heinrich Resch

Notes

Interessenkonflikt

H. Resch gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.II. Medizinische AbteilungKrankenhaus der Barmherzigen SchwesternWienÖsterreich

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