Ein Netz der solidarischen Pflege aufspannen

Zusammenfassung

Steigende Lebenserwartung, fortschreitende Technisierung sowie zunehmende Vielfalt sozialer und kultureller Lebens- lagen und -entwürfe führen zu einem tiefgreifenden Wandel unserer Gesellschaft. Die Veränderungen haben Auswirkungen auf die Pflege und damit verbundene Solidaritätsvorstellungen. Die Frage nach der Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Erwerbstätigkeit erfährt im Sinne der Sorge und Anerkennung sowohl für Pflegende als auch die Gepflegten hohe gesellschaftliche Relevanz. Lohnersatzleistungen können hier für pflegende Angehörige gesellschaftliche Wertschätzung ausdrücken und einen Beitrag zu mehr Gleichberechtigung der Geschlechter leisten. Gleichzeitig sollten die Kommunen mehr Verantwortung übernehmen: als Partner für Angebote bedarfsgerechter Pflegeleistungen einschließlich (auch präventiver) Hausbesuche bei älteren Menschen zur frühzeitigen Erkennung von Beeinträchtigungen der Eigenständigkeit.

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Evers-Wölk, M., Bröckerhoff, P., Krings, BJ. et al. Ein Netz der solidarischen Pflege aufspannen. Pflegez 73, 55–58 (2020). https://doi.org/10.1007/s41906-020-0953-y

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  • Schlüsselwörter: Solidarität
  • Familiale Pflege
  • Sorgetätigkeiten
  • solidarische Pflegearrangements
  • Stakeholderdialog
  • NoWa
  • Normwandel