Pflegezeitschrift

, Volume 71, Issue 3, pp 64–64 | Cite as

Verkürzte Heilungsdauer

Behandlung chronischer, ulzerierender Wunden optimieren
Pflegemarkt
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Chronische Wunden wie Unterschenkelulzera, diabetische Fußulzera oder Druckulzera sind schmerzhaft und äußerst belastend. Noch fehlt ein Konsens, ab wann überhaupt von einer chronischen Wunde gesprochen werden kann, erläuterte Prof. Dr. Joachim Dissemond, Leiter der zertifizierten dermatologischen Wundambulanz am Universitätsklinikum Essen. Zu den Wunden, die von der erste Minute an als chronisch anzusehen sind, zählen diabetische Fußulzera sowie Unterschenkel- und Druckulzera.

Am Anfang jeder Wundbehandlung steht das Débridement. Für ein effektives Débridement, so der Experte, können Produkte mit polyabsorbierenden Polyacrylatfasern, wie sie in UrgoStart Plus enthalten sind, dank ihrer autolytischen Eigenschaften bestens eingesetzt werden.

Die Geschwindigkeit der Wundheilung ist durchaus relevant, weil die Patienten durch schlecht heilende Wunden aus dem Arbeitsprozess herausfallen, was erhebliche soziale Folgen haben kann, so Prof. Dr. Ralf Lobmann, Ärztlicher Direktor am Klinikum Stuttgart. Gerade bei Menschen mit chronischer Hyperglykämie sei das „fein austarierte“ Zusammenspiel von Wachstumsfaktoren, Zytokinen und Proteasen empfindlich gestört und es komme in der Wunde zu einem Überschuss an Matrix-Metalloproteasen (MMP), der die Wundheilung nachhaltig beeinträchtigt.

Um das gestörte Zusammenspiel der molekularen Prozesse zu verbessern, bieten sich zur Behandlung chronischer Wunden proteasenmodulierende Wundauflagen an. Dies hat u.a. die randomisierte kontrollierte Doppelblindstudie CHALLENGE bewiesen, in der 187 Patienten mit venösen oder venös-arteriellen Unterschenkelulzera eingeschlossen waren. Die Patienten wurden über acht Wochen entweder mit UrgoStart mit der TLC-NOSF-Wundheilungsmatrix® oder einer Wundauflage ohne Nano-Oligo-Saccharid-Faktor (NOSF) behandelt. Die Wundheilungsgeschwindigkeit in der Verumgruppe war nicht nur doppelt so hoch, auch die Lebensqualität (Schmerzen sowie Angst/Niedergeschlagenheit) war von den mit UrgoStart behandelten Patienten als verbessert bewertet worden.

Die Ergebnisse aus der randomisierten kontrollierten Doppelblindstudie sind konsistent mit sogenannten Real-Life-Praxisdaten aus acht Anwenderbeobachtungen mit mehr als 10.000 Patienten in Deutschland und Frankreich. Hier zeigte sich die Wirksamkeit der TLC-NOSF-Wundheilungsmatrix® bei Patienten mit chronischen Wunden auch unter Praxisbedingungen: Die mittlere Zeit bis zur Abheilung war unter der Therapie mit UrgoStart durchschnittlich 100 Tage kürzer als die aus einer öffentlichen Datenbank in Frankreich (SNIIRAM) für Unterschenkelulzera und Druckulzera ermittelte Dauer von durchschnittlich mehr als 200 Tagen mit herkömmlichen Wundauflagen.

Literatur

  1. Launch-Pressekonferenz „Der Meilenstein in der Wundheilung: UrgoStart Plus verkürzt die Heilungsdauer“; Stuttgart, 20. September 2017 (Veranstalter: Urgo GmbH)Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • hi
    • 1
  1. 1.

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